Aussenhandel fiel in Januarloch
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Aussenhandel fiel in Januarloch

Die Hauptexportbranchen wie die Uhrenindustrie verzeichneten trotz eher frostigem Klima aber hohe Wachstumraten.

Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 1,2 Milliarden Franken.

Wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte, sanken die Importe arbeitstagbereinigt wertmässig um 3,6 Prozent und teuerungsbereinigt um 6,4 Prozent. Damit setzte sich der im Dezember registrierte Rückgang verstärkt fort. Die Preise der eingeführten Waren stiegen zwar schwächer als in den beiden Vormonaten, dennoch fiel die Erhöhung mit einem Plus von drei Prozent kräftig aus. Allein die Energieträger verteuerten sich dabei um fast einen Viertel.

Die Exporte sanken wertmässig um 0,9 Prozent und teuerungsbereinigt um 1,6 Prozent. Damit unterschritten die Ausfuhren wie im Dezember das Vorjahresniveau. Nur bescheiden erhöhten sich die Preise der Exportgüter. Laut EZV erzielten in diesem eher frostigen Klima immerhin die Hauptexportbranchen eindrückliche Wachstumsraten. Die Uhrenindustrie legte mit einer Zunahme um fast 20 Prozent die grösste Wertsteigerung hin, gefolgt von der Metallindustrie mit einem Plus von zehn Prozent. Überdurchschnittlich expandierten auch die Verkäufe der Chemischen Industrie sowie die der Maschinen- und Elektronikindustrie. Das höchste Minus erlitt die Textilindustrie.

Der Blick auf die Wirtschaftsräume zeigt, dass insgesamt nur die Importe aus den Entwicklungs- und den Schwellenländern nennenswert zunahmen. Die Einfuhren aus der Europäischen Union stagnierten. Den gestiegenen Importen aus Polen, Österreich und Tschechien sowie Deutschland und Italien standen zum Teil kräftige Mindereinfuhren aus Irland, Schweden und dem Vereinigten Königreich gegenüber.

Die Exporte stiegen mit Ausnahme der Schwellenländer nach allen Wirtschaftsräumen, am deutlichsten jene nach den Transformationsländern. Hier wuchsen allein die Lieferungen nach Rumänien um zwei Fünftel sowie nach China und Russland um je einen Fünftel. Bei den Verkäufen in die EU legten vor allem jene nach Italien und Spanien kräftig zu, und zwar um je rund 18 Prozent.

Der Überschuss in der Handelsbilanz fiel mit einem Plus von fast 1,2 Milliarden im Januar noch um über einen Drittel höher aus als im Vorjahresmonat. Erstmals wiesen dabei die Industrieländer insgesamt einen Aktivsaldo aus, was vom hohen Rückgang des Defizits mit der EU herrührte, wie die EZV mitteilte. (dapd)

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