Aktualisiert 26.10.2011 18:57

Neue Medien

Ausstellung bietet Hilfe für Internet-Junkies

Facebook, Twitter und E-Mail: Zu viel davon macht krank. Die neue Ausstellung «Warnung: Kommunizieren gefährdet» gibt Tipps, wie man mit neuen Medien gut umgeht.

von
Pedro Codes

Pausenloses Gezwitscher auf Twitter, Facebook-Updates im Stakkato, eine überquellende Inbox und grenzenloses Internet: Dauererreichbarkeit und Überfluss an Information führen gemäss Psychologen und Suchtexperten oft zu Burn-out oder Abhängigkeit. Dieses Thema greift ab Dienstag die Ausstellung «Warnung: Kommunizieren gefährdet» im Museum für Kommunikation auf. Die interaktive Schau liefert typengerechte Hilfe, wie man massvoll mit Facebook und Co. umgeht. Nach einem «Gesundheitscheck» lernen besonders gefährdete Besucher etwa die sogenannte Eisenhower-Matrix kennen. Damit lassen sich E-Mails in wichtig und unwichtig, dringend und nicht dringend sortieren.

Ausstellungskurator Ulrich Schenk erklärt: «Nicht die Flut ist das eigentliche Problem, sondern das Filtern.»

Vielen gelingt das nicht: «In der Schweiz gibt es 180 000 süchtige oder gefährdete Nutzer», schätzt Franz Eidenbenz vom Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte in Zürich – Tendenz steigend. Auch beim Burn-out zeigt der Trend nach oben, bestätigt Franz Caduff, Chef der Privatklinik Lyss.

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