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Australien: Amputationsspots warnen vor dem Rauchen

Australien begnügt sich bei der Anti-Rauch-Werbung nicht mehr mit Worten: Jetzt wird mit Amputationen vor der tödlichen Sucht gewarnt.

Ein Mann liegt im Operationssaal. Der Chirurg markiert mit einem Stift die Schnittlinie über dem rechten Fuss des Patienten. Im Hintergrund überprüft eine Assistentin die Operationswerkzeuge – darunter eine Knochensäge – und schiebt anschliessend eine Wanne unter den Fuss des Patienten.

Die TV-Kampagne über Amputationen von Raucherbeinen und anderen Gliedmassen wegen Gefässkrankheiten wurde gestern in Australien gestartet und soll bis im Juni laufen. «Ich habe keine Zweifel, dass die meisten Australier heftig auf diese Art von Anti-Rauch-Werbung reagieren werden», sagte der Gesundheitsminister Christopher Pyne gegenüber der Zeitung «Sydney Morning Herald».

Mit dem «Gruselspot» sollen vor allem Jugendliche davon abgehalten werden, mit dem Rauchen anzufangen. «Wir hoffen aber, dass die Kampagne auch Raucher zum Aufhören motiviert», so Pyne. In Australien werden wegen Gefässkrankheiten jährlich 600 Amputationen durchgeführt.

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