Aktualisiert 23.10.2003 05:18

Australien: Misstöne bei Bush-Rede

Eine Rede von US-Präsident George W. Bush vor dem australischen Parlament ist von einem Eklat überschattet worden.

Zwei Senatoren der Grünen-Partei wurden aus dem Abgeordnetenhaus verwiesen, nachdem sie Bush lautstark ins Wort gefallen waren.

Bei den Ankunft Bushs vor dem Parlament in Canberra protestierten mehr als 1000 Menschen gegen die Invasion in Irak. Eine Rednerin der oppositionellen Labor-Partei warf dem US-Präsidenten «brutalen Irrsinn» im Zusammenhang mit der Militäraktion am Golf vor, wie australische Medien berichteten.

In der Erwartung von Protesten wurde das australische Parlament zum ersten Mal in seiner Geschichte für die Öffentlichkeit gesperrt. Demonstranten durften sich nicht weiter als 100 Meter nähern.

In seiner Rede vor den Abgeordneten dankte Bush Australien für den Beitrag zum Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein. Australische Soldaten hätten in den vergangenen hundert Jahren zusammen mit der Armee der USA gekämpft. Im Krieg gegen den Terror seien sie wieder Seite an Seite, sagte Bush.

Australien hatte rund 2000 Soldaten für die Invasion an den Golf entsandt. Bushs Visite in Australien bildet den Abschluss seiner Reise durch die asiatisch-pazifische Region.

Der US-Präsident zeigte sich in seiner Rede vor dem Parlament überzeugt, mit Australien noch dieses Jahr ein Freihandelsabkommen schliessen zu können. Australien ist nach Japan der wichtigste Handeslpartner der USA. (sda)

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