Aktualisiert 17.03.2004 07:33

Australien plant landesweite Terrorübungen

Als Reaktion auf die Anschläge in Madrid plant die australische Regierung mehrere umfassende Terrorübungen.

An einer ersten fünftägigen Aktion kommende Woche seien Polizei, Geheimdienst, Sicherheitskräfte und Mitglieder der Streitkräfte beteiligt, teilte Generalstaatsanwalt Philip Ruddock am Dienstag (Ortszeit) in Canberra mit. Vorgesehen sind Ruddock zufolge insgesamt fünf landesweite Übungen. Australien hat wie Spanien den Irak-Krieg unterstützt und im vergangenen Jahr 2.000 Soldaten an den Golf entsandt.

Zudem soll das Budget für die Sicherheitsbehörden des Landes aufgestockt werden. Mehr als 400 Millionen Australische Dollar (rund 240 Millionen Euro) sollen an Geheimdienste und Bundespolizei gehen, berichtete die Zeitung «The Australian» am Mittwoch.

Ministerpräsident John Howard erklärte, eine Unterstützung der Arbeit der Geheimdienste sei «die beste Waffe, um Terroristen zu bekämpfen». Die Entscheidung für die Budgeterhöhung sei jedoch schon vor den Terroranschlägen in Madrid gefallen, betonte Howard im Radiosender 5DN. Einzelheiten sollten im Mai bekannt gegeben werden.

Gegen die australischen Geheimdienste läuft derzeit eine von der Regierung angeordnete Untersuchung zu ihren Umgang mit Informationen vor dem Irak-Krieg. Vor allem auf Angaben amerikanischer und britischer Quellen gestützt hatte die Regierung in Canberra die Invasion mit 2.000 Soldaten unterstützt. (dapd)

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