«Aggressiver Akt»: Australien spürt chinesisches Kriegsschiff vor Küste auf
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«Aggressiver Akt»Australien spürt chinesisches Kriegsschiff vor Küste auf

Laut den australischen Behörden kreuzte ein Schiff des chinesischen Geheimdienstes kürzlich vor der Westküste. Der Verstoss gegen geltende internationale Gesetze dürfte die Beziehung zwischen Canberra und Peking weiter strapazieren.

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Das chinesische Geheimdienst-Schiff «Haiwangxing» wurde vor der australischen Küste gesichtet.

Das chinesische Geheimdienst-Schiff «Haiwangxing» wurde vor der australischen Küste gesichtet.

Australisches Verteidigungsministerium
Der Verteidigungsminister Peter Dutton sprach von einem «aggressiven Akt».

Der Verteidigungsminister Peter Dutton sprach von einem «aggressiven Akt».

REUTERS
Das Schiff der chinesischen Marine wurde zuletzt in der Nähe von Broome im Nordwesten Australiens gesichtet.

Das Schiff der chinesischen Marine wurde zuletzt in der Nähe von Broome im Nordwesten Australiens gesichtet.

Screenshot/Google Maps

Darum gehts

  • Die australischen Behörden haben ein Kriegsschiff des chinesischen Geheimdienstes in ihren Gewässern entdeckt.

  • Es wird vermutet, dass die «Haiwangxing» zum Sammeln von Informationen vor der Westküste unterwegs war.

  • Die Beziehungen zwischen China und Australien haben sich in den letzten zwei Jahren stark verschlechtert.

Die australischen Behörden haben vor der Westküste des Landes ein chinesisches Kriegsschiff aufgespürt. Das «Geheimdienst-Kriegsschiff» sei seit vergangener Woche in der Region unterwegs und auch in die ausschliessliche Wirtschaftszone des Landes (zwölf bis 200 Seemeilen von der Küste entfernt) eingedrungen, teilte Verteidigungsminister Peter Dutton am Freitag mit. Der Politiker sprach von einem «aggressiven Akt».

Das Schiff fuhr demnach die Küste in Richtung Süden bis auf Höhe der Stadt Exmouth hinunter. Zuletzt wurde es wieder weiter nördlich in der Nähe von Broome in der Region Kimberley gesichtet. Nie zuvor sei ein chinesisches Kriegsschiff so weit nach Süden gefahren, erklärte Dutton. Es sei ganz klar dessen Absicht, Informationen zu sammeln. Die australischen Behörden überwachten seine Aktivitäten «sehr genau».

Australien fordert Covid-Untersuchung

Das Verhältnis zwischen Canberra und Peking ist angespannt, seit Australien eine internationale Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus und zum Umgang Pekings mit dem Ausbruch gefordert hatte. Seither hat China Strafzölle, etwa auf australischen Wein und andere Exporte, verhängt. China ist Australiens wichtigster Auslandsmarkt.

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(DPA/bho)

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