Regierungschef: Australien warnt vor neuen Terror-Anschlägen
Aktualisiert

RegierungschefAustralien warnt vor neuen Terror-Anschlägen

Nach dem Geiseldrama von Sydney rechnet der australische Geheimdienst mit neuen Terror-Attacken. Die Gefahr wird seit September als «hoch» eingeschätzt.

Der australische Regierungschef Tony Abbot warnt: «Wir wissen, dass es Leute mit der Absicht und den Fähigkeiten gibt, weitere Anschläge zu verüben.»

Der australische Regierungschef Tony Abbot warnt: «Wir wissen, dass es Leute mit der Absicht und den Fähigkeiten gibt, weitere Anschläge zu verüben.»

Nach dem Geiseldrama von Sydney haben australische Geheimdienste nach Angaben von Regierungschef Tony Abbott festgestellt, dass mutmassliche Terrorsympathisanten aktiver werden.

«Wir wissen nicht, wann und wie ein Anschlag verübt wird, aber wir wissen, dass es Leute mit der Absicht und den Fähigkeiten gibt, weitere Anschläge zu verüben», sagte Abbott am Dienstag nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsausschusses. Einzelheiten über die Art der Aktivitäten nannte er nicht.

Gefahr eines Anschlags ist «hoch»

Die Regierung habe trotzdem beschlossen, die Terrorwarnstufe nicht erneut zu erhöhen, sagte Abbott. Seit September wird in Australien die Gefahr eines Anschlags als «hoch» eingeschätzt. Darüber gibt es noch die Stufe «extrem».

In Sydney hatte am 15. Dezember ein Exiliraner mit Sympathien für die IS-Terrormiliz ein Café überfallen und 17 Geiseln stundenlang festgehalten. Die Polizei stürmte das Gebäude, als nach 16 Stunden Schüsse fielen. Zwei Geiseln und der Täter kamen ums Leben.

Angeklagt wegen rassistischer Pöbelei

Gleichentags wurden zwei Mitglieder einer rassistischen Bewegung in Australien angeklagt, weil sie Muslime angepöbelt hatten. Ein Richter verweigerte den beiden am Dienstag in Sydney eine Freilassung gegen Kaution.

«Das Letzte, was wir hier angesichts der jüngsten Ereignisse gebrauchen können, sind Idioten wie diese, die einen bestimmten Teil der Bevölkerung anstacheln», sagte der Richter nach Medienberichten.

Die beiden Männer sollen am Montagabend auf offener Strasse Muslime wegen ihrer Religion beleidigt und eine Rempelei begonnen haben. Einer der Männer, ein 36-Jähriger, soll einer rassistische Bewegung vorstehen. (sda)

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