Australien will Japan am Walfang hindern

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Australien will Japan am Walfang hindern

Ministerpräsident John Howard habe dem japanischen Regierungschef Junichiro Koizumi in einem persönlichen Schreiben dargelegt, dass es keinerlei Rechtfertigung für die Jagd auf Wale geben könne.

Dies erklärte Umweltminister Ian Campbell am Dienstag im Rundfunksender ABC. Er erteilte zugleich Bemühungen zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs eine kategorische Absage.

Australien wolle sich auf bilateraler ebenso wie auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass Japan auch den erlaubten Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken einstelle. Das seit 1986 geltende Moratorium für die kommerzielle Jagd auf Wale müsse dem entsprechend ausgeweitet werden, sagte Campbell. Der japanische Unterhändler bei der Internationalen Walfangkommission (IWC), Joji Morishita, warf der australischen Regierung vor, schlecht informiert zu sein und eine stark emotionalisierte Kampagne zu führen. Stattdessen sollte Howard die wissenschaftlichen Befunde in Betracht ziehen, forderte Morishita.

Die IWC trifft das nächste Mal am 27. Mai im südkoreanischen Ulsan zusammen. Dort will Japan abermals für noch grössere Freiheiten beim Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken werben. Seit der Verhängung des Moratoriums haben sich Japan und auch Norwegen stets für eine Lockerung eingesetzt. (dapd)

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