Dr. Bob: «Australier haben keinen Schimmer, wer ich bin»

Aktualisiert

Dr. Bob«Australier haben keinen Schimmer, wer ich bin»

Er ist der einzige echte Star im Dschungelcamp. In Australien kennt ihn trotzdem keiner – und das, obwohl Dr. Bob mehr kann, als nur den Buschdoktor zu geben.

von
Katinka Templeton

Dr. Bob, wenn Sie ein Kandidat im Dschungelcamp wären, würden Sie bei allen Prüfungen antreten?

Ich würde bei allen Aufgaben mitmachen, bis auf die, bei denen man etwas essen muss. Ich habe alles probiert, was in den Challenges konsumiert wird, aber ich würde niemals die ganze Menge runterschlucken. Vor allem bei der deutschen Show, denn dort wird einem viel mehr vorgesetzt als in der englischen Version.

Wo liegt Ihre Grenze? Wann würden Sie «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» rufen, um dem Dschungel zu entkommen?

Wenn man mich zwingen würde, ein Fischauge zu essen. Ich meine, ich mag Sushi, aber da steige ich aus.

Was macht Dr. Bob abseits der Dreharbeiten?

Am Ende dieser Staffel gehe ich für ein paar Wochen nach Südkorea und kümmere mich dort um die Masken und das Make-up der «Phantom der Oper»-Inszenierung. Dann habe ich etwa einen Monat frei. Vielleicht arbeite ich in dieser Zeit für Werbung oder Fernsehfilme. Oder ich bleibe einfach zu Hause, entspanne mich und mache Apple Cider (ähnlich wie Apfelmost, Anm. der Redaktion) aus eigenem Anbau – den besten organischen Cider, den Sie finden können. Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie. Ich lade meine Kinder oft über das Wochenende zu mir ein.

Wie kamen Sie überhaupt zu der Stelle als Dschungelcamp-Arzt?

Ich arbeitete 2001 für den Film «The Matrix» und war dort sowohl für das Make-up als auch für die medizinische Vorsorge zuständig. Die britische Version des Dschungelcamps erkundigte sich bei den Produzenten des Films, ob sie einen guten Mediziner kennen, und so bekam ich den Job.

Sie sind mittlerweile berühmter als alle Kandidaten bei «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!». Sind Sie sich dessen bewusst?

Ja, das ist mir bekannt, weil die deutsche Crew der Show mir immer sagt, ich sei so berühmt. Hoffentlich steigt mir das nie zu Kopf. Vor Weihnachten war ich in Köln, und beinahe jeder hielt mich auf und bat mich um Fotos. Da habe ich erst realisiert, dass ich ziemlich bekannt bin dort.

Weiss man in Australien von Ihrem Bekanntheitsgrad in Europa?

Die australische Bevölkerung hat keinen blassen Schimmer, wer ich bin. Aber in meinem Hotel war eine Dame aus England, die mich erkannt hat.

Sie haben früher auch Special Effects für grosse Filme gemacht.

Ja, das mache ich nicht mehr. Das letzte Mal habe ich in diesem Bereich 2002 gearbeitet. Es gibt eigentlich nur fünf Regisseure, mit denen ich sehr gerne arbeite. Wenn diese einen neuen Film drehen und mich haben wollen, würde ich wieder Special Effects machen. Es ist einfach ein sehr schwieriger Job, wenn man Chef der Make-up-Abteilung ist. Für einen grossen Film arbeitet man sieben Tage die Woche, rund um die Uhr, für mindestens drei Monate. Man kann sich auf nichts anderes konzentrieren und sieht die Familie nie. Im Dschungelcamp zu sein ist definitiv besser.

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