Austrian Airlines: Saudischer Investor zieht Angebot zurück
Aktualisiert

Austrian Airlines: Saudischer Investor zieht Angebot zurück

Der saudi-arabische Milliardär Mohammed bin Issa al-Dschaber hat sein Angebot einer Beteiligung in Höhe von 150 Mio. Euro an der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines zurückgezogen.

Das bestätigte die Fluggesellschaft am Montag.

Er fühle sich über die wirtschaftlichen Entwicklung der Austrian Airlines (AUA) in die Irre geführt, teilte Al-Dschaber in einem Brief der AUA und ihrem Hauptaktionär, der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG), mit.

Al-Dschaber wollte einen Anteil von rund 20 Prozent am Unternehmen erwerben. Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte den geplanten Ausstieg Al-Dschabers für ungültig, da «ein Rücktritt vom Zeichnungsvertrag in dieser Form nicht möglich ist».

Der Milliardär, der in Wien zwei Luxushotels besitzt, wirft der AUA-Führung vor, ihn bei den Verhandlungen im März nicht über die schlechte Wirtschaftslage des Unternehmens informiert zu haben.

Die AUA hatte - nach einem leichten Gewinn im Geschäftsjahr 2007- im ersten Quartal dieses Jahres einen Netto-Verlust von 60,4 Mio. Euro eingeflogen. Al-Dschaber hatte im Rahmen der vereinbarten Kapitalerhöhung 7.1 Euro pro Aktie gezahlt. Nur wenige Tage später fiel der Kurs jedoch aufgrund des schlechten Quartalsergebnisses auf rund 4 Euro.

Aktie bricht ein

Die Aktien der Austrian Airlines brachen am Montag wegen des drohenden Ausstiegs ein. Die AUA-Papiere notierten zuletzt 6,3 Prozent tiefer bei 3.85 (4.11) Euro und damit deutlich unter dem geplanten Einstiegspreis von Al-Dschaber in Höhe von 7.10 Euro. 330 Mio. Euro ist AUA derzeit an der Börse wert.

(sda)

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