Austritt aus SVP wegen «menschenverachtendem Politisieren»
Aktualisiert

Austritt aus SVP wegen «menschenverachtendem Politisieren»

Beat Stocker, Gemeinderat und Schulverwalter der Luzerner Agglomerationsgemeinde Littau, ist per sofort aus seiner Partei, der SVP, ausgetreten.

Er sei nicht mehr bereit, das «menschenverachtende Politisieren» der SVP Littau mitzutragen.

Der 2004 gewählte Stocker will bis zu den nächsten Wahlen als Parteiloser in der Exekutive der Gemeinde bleiben. Wie Stocker am Samstag weiter mitteilte, prüfe er auch einen Wechsel zu einer anderen bürgerlichen Partei.

Mit der SVP Littau aber will Stocker nichts mehr zu tun haben. Deren Geschäftsleitung sei nicht bereit, die Verantwortung einer Regierungspartei mitzutragen. Toleranz sei für sie ein Fremdwort, «menschenverachtendes Politisieren unter der Gürtellinie» gehörten wie Lügen und persönliche Angriffe hingegen zum Alltag.

Stocker musste sich als Schulverwalter immer wieder gegen massive Sparanträge seiner eigenen Partei bei der Bildung wehren, jüngst an der Budgetsitzung vom 8. November im Einwohnerrat, dem Gemeindeparlament. Auch in anderen Sachfragen vertrat Stocker eine gemässigtere Haltung als seine Partei.

(sda)

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