Aktualisiert 03.02.2005 14:09

Ausverkauf bremst Teuerung zum Jahresbeginn

Die Jahresteuerung ging in der Schweiz von 1,3 Prozent im Dezember auf 1,2 Prozent im Januar zurück.

Innert Monatsfrist sank das Preisniveau sogar um 0,5 Prozent. Die Nationalbank steht damit nicht unter Druck, rasch die Leitzinsen zu erhöhen.

Der Landesindex der Konsumentenpreise erreichte im Januar 103,7 Punkte (Basis Mai 2000: 100) und lag damit ein halbes Prozent unter dem Dezemberwert. Die Jahresteuerungsrate sank um 0,1 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekannt gab.

Deutlich billiger als im Dezember waren wegen des Ausverkaufs vor allem Kleider und Schuhe. Die Preise für Herrenkleider sanken um 15,0 Prozent, jene für Damenkleider um 14,5 Prozent. Schuhe waren rund acht Prozent günstiger. Gleichzeitig gaben die Preise für Heizöl und Treibstoff weiter nach; sie waren aber immer noch erheblich teurer als vor einem Jahr. Preisreduktionen gab es ferner bei den Stromtarifen sowie bei Kehricht- und Abwassergebühren. Teurer wurden umgekehrt die Preise in den Sparten Verkehr, Gastronomie und Nahrungsmittel.

Ein stärkerer Rückgang der Gesamtteuerung wurde durch das Preisniveau im Inland verhindert. Das Preisniveau der Inlandgüter erhöhte sich um 0,3 Prozent. Jenes für die Importgüter ging um 2,8 Prozent zurück.

Das BFS gab ausserdem bekannt, dass die Prämien in der Krankenzusatzversicherung innert Jahresfrist im Schnitt um 0,9 Prozent gestiegen sind. Mit 1,3 Prozent war der Aufschlag bei den privaten Spitalzusatzversicherungen am höchsten. Der höhere Prämienanstieg in der Grundversicherung, der nicht in den Konsumentenpreisindex einfliesst, wird vom BFS vorläufig nicht mehr publiziert, da die Vergleichbarkeit nach mehreren Verordnungsänderungen nicht mehr gegeben ist.

Die jüngsten Teuerungsdaten erhöhen im Urteil von Bankökonomen die Wahrscheinlichkeit, dass die Nationalbank auch im März auf eine weitere Leitzinserhöhung verzichten wird. Im weiteren Jahresverlauf sei aber nach wie vor mit einer Zinserhöhung zu rechnen, hiess es. (dapd)

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