Kleider machen Prügel: Ausverkauf endet in Schlägerei
Aktualisiert

Kleider machen PrügelAusverkauf endet in Schlägerei

Eine US-Trendkleidermarke veranstaltete in London einen grossangelegten Ausverkauf. Die Rechnung hat sie allerdings ohne die rund 2000 gierigen Schnäppchenjäger gemacht.

von
dga

Ein Ausverkauf des US-Kultlabels «American Apparel» in London artete in einer Massenschlägerei aus. Zehn Polizisten wurden dabei verletzt und drei Personen verhaftet, wie Scotland Yard gegenüber der britischen Online-Zeitung telegraph.co.uk mitteilte. Rund 2000 Schnäppchenjäger stürmten letzten Freitag eine eigens für die Aktion gemietete Fläche an der Brinck Lane. Der Ausverkauf musste vorzeitig abgebrochen werden, lediglich 30 Personen konnten mit Müh und Not von der Schnäppchenaktion profitieren um sich heruntergesetzte Kleidungsstücke unter den Nagel zu reissen.

Augenzeugen filmten das Geschehen und stellten die Videos anschliessend ins Netz. Die Aufnahmen zeigen, wie inmitten einer tobenden Meute Sicherheitskräfte mit wild gewordenen Shoppingfreaks zu ringen haben. Das Lifestyle-Blatt «New York Magazine» berichtete, die Situation sei in Wirklichkeit «viel beunruhigender gewesen, als die Amateurvideos zu vermitteln vermögen».

Die Ruhe vor dem Sturm

Entschuldigung auf Facebook

Zum Vorfall äusserte sich das Textilunternehmen gleichentags auf Facebook. Die Organisatoren sprachen von einer «dramatischen und beschämenden Resonanz auf die Verkaufsaktion». Das Ereignis sei für viele ein enttäuschendes und beängstigendes Ereignis gewesen, wofür sie sich entschuldigen. Der Ausverkauf konnte etappenweise am darauf folgenden Wochenende und am vergangenen Montag durchgeführt werden - dank eines verstärkten Sicherheitsaufgebots ohne grössere Zwischenfälle.

Die Londoner Schnäppchenprügelei erinnert an eine Ausverkaufsaktion eines Elektronikhandels in Moskau (20 Minuten Online berichtete): Hunderte stürmten im Dezember 2008 den Laden, um sich angeblich um 80 Prozent günstigere Laptops zu sichern. Dass es nur 10 davon gab, verschwiegen die Organisatoren jedoch.

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