Open Air St. Gallen: Ausverkauftes Festival – Fans kaufen überteuerte Tickets im Internet
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Open Air St. GallenAusverkauftes Festival – Fans kaufen überteuerte Tickets im Internet

Das OASG ist dieses Jahr bis auf die 1-Tagespässe für den Sonntag ausverkauft. Nun werden Tickets für eine Summe deutlich über dem Verkaufspreis auf Onlineverkaufsplattformen weiterverkauft. 

von
Katja Fässler
Shannon Zangger
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Alle Tagespässe, bis auf reguläre und VIP-1-Tagespässe, für den Sonntag sind für das OASG verkauft.

Alle Tagespässe, bis auf reguläre und VIP-1-Tagespässe, für den Sonntag sind für das OASG verkauft.

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Auf Auktions- und Wiederverkaufsplattformen werden nun Tickets deutlich über dem Verkaufspreis angeboten.

Auf Auktions- und Wiederverkaufsplattformen werden nun Tickets deutlich über dem Verkaufspreis angeboten.

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Besondere Vorsicht ist bei Print@Home-Tickets geboten. Diese werden oft mehrfach kopiert und sind darum auch mehrfach im Umlauf, so kommt nur die Person aufs Gelände, die als Erstes mit dem Ticket eintritt.

Besondere Vorsicht ist bei Print@Home-Tickets geboten. Diese werden oft mehrfach kopiert und sind darum auch mehrfach im Umlauf, so kommt nur die Person aufs Gelände, die als Erstes mit dem Ticket eintritt.

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Darum gehts 

Das Open Air St. Gallen rückt näher und damit wächst der Unmut bei vielen Fans, die keines der begehrten regulären Mehrtagestickets ergattern konnten. Seit März sind diese ausverkauft. Aktuell sind noch reguläre und VIP-1-Tagespässe für den Sonntag erhältlich. Dies lockt Ticketsuchende nun auf Auktions- und Wiederverkaufsplattformen.

Eine Leserin aus Wil SG hat beispielsweise via Tutti.ch zwei Dreitagespässe für 580 Franken gekauft. Im offiziellen OASG-Ticketshop hätte sie dafür 440 Franken bezahlt. Doch weil die Lust so gross war, das Festival nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder einmal zu besuchen, habe sie sich für den Kauf entschieden. «Ich verstehe halt einfach nicht ganz, warum Leute noch unbedingt einen Profit daraus schlagen müssen», sagt sie.  Und dieser Profit, kommt er denn zustande, ist beträchtlich. Auf Ricardo werden unter anderem Vier-Tages-VIP-Tickets zu 700 Franken geboten. Zum Vergleich: Ein VIP-Ticket für vier Tage konnte offiziell für 450 Franken gekauft werden. 

Keine Mittel gegen Wiederverkäufer 

Dem Festivalveranstalter sind bei den Geschäften auf nicht offiziellen Verkaufskanälen die Hände gebunden: «Leider dürfen Tickets mit Gewinn legal weiterverkauft werden. Wir raten unseren Besucherinnen und Besuchern immer wieder, lediglich die offiziellen Verkaufskanäle oder den Fansale von Ticketcorner zu nutzen und Plattformen wie Tutti, Viagogo und Riccardo zu vermeiden», so OASG-Sprecherin Nora Fuchs auf Anfrage. Besonders bei Print@Home-Tickets sei grösste Vorsicht geboten. Diese können mehrfach ausgedruckt und verkauft werden. Die erste Person, die an der Veranstaltung das Ticket scannt, wird eingelassen, die übrigen kopierten Tickets sind dann wertlos. 

Das mehrfache Kopieren von Tickets ist auch beim Frauenfelder Open Air ein bekanntes Problem. «Wir erleben jedes Jahr am Festivaleingang diese herzzerreissenden Szenen, wo sich jemand mit seinem hart ersparten Geld ein Ticket auf dem Schwarzmarkt gekauft hat und dann am Eingang mit der Tatsache konfrontiert wird, dass er oder sie nicht reinkommt», sagt Joachim Bodman, Leiter Kommunikation des OAFF.

Tickets kann man verifizieren lassen

Viele Verkäufer treiben laut Fuchs die Ticketpreise auch mit Reizworten wie «fast ausverkauft» oder «hohe Nachfrage» in die Höhe. Wie kommt man nun also noch ans Open Air? Von Einbrüchen auf das Festivalgelände sei definitiv abzuraten, so Fuchs. «Die Securities sind darauf sensibilisiert.»

Es gibt jedoch einen Weg, um sicherzugehen, dass es sich um ein Original Ticket handelt. «E-Tickets können via Ticketmaster «Ticket-Transfer» sicher übertragen werden. Der Ticket-Transfer dient ausschliesslich dazu, dass der Empfänger eines E-Tickets sicher ist, ein Original-Ticket erhalten zu haben», schreibt Julia Orth, Head of Marketing von Ticketmaster.

Auf Sicherheitscheck achten

Ricardo, das wie 20 Minuten zur TX Group gehört, erklärt auf Anfrage, dass sich betrügerische Angebote im Promillebereich befinden. «Man soll vor jedem Gebot oder Sofort-Kauf ein Angebot genau prüfen, dazu gehört das Kontrollieren des Profils des Anbieters sowie die Prüfung des Angebots», so Mojca Fuks, Mediensprecherin von Ricardo. Bei aller Art von Unsicherheit soll man den Kundendienst von Ricardo kontaktieren. Der Vermerk «Ausweis verifiziert» bei Angeboten sagt aus, dass der Anbieter eine Reihe von Sicherheitschecks durchgangen ist.

Wie du trotzdem noch ans OASG kommst

Würdest du OASG-Tickets auf Auktionsplattformen kaufen?

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