Auswanderungsgrund: Jungfräulichkeit
Aktualisiert

Auswanderungsgrund: Jungfräulichkeit

Junge Iraker wollen ihr Land verlassen. Weniger wegen der herrschenden Gewalt, als vielmehr wegen der Sexualmoral. Sex vor 30 liegt nämlich nicht drin.

Die zu erwartende politische Freiheit im Irak reicht den beiden jungen Irakern Salam und Dildar nicht. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, wollen die beiden 22-Jährigen den Irak verlassen, weil es ihnen die Sexualmoral verunmöglicht, mit jungen Frauen zusammenzusein.

Die Lösung für ihr Problem sehen sie in der Auswanderung in den Westen, wo die ganze Sache ein wenig lockerer gehandhabt wird. Jedenfalls, so ist Dildar überzeugt, müsste er im Westen nicht ganz so lange auf sein erstes Mal warten, wie im islamischen Irak. Dildar rechnet vor, dass er in den gegebenen Verhältnissen im Irak frühestens in zehn Jahren Sex haben könnte, wenn er nach der Matur sein Studium abgeschlossen und einige Jahre gearbeitet habe, um sich eine Frau leisten zu können. Dann sei er über 30 und so lange wolle er nicht warten.

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