«Le refuge»: Ausweg aus der Drogenhölle
Aktualisiert

«Le refuge»Ausweg aus der Drogenhölle

Drama von François Ozon: Eine junge schwangere Frau möchte endlich nach vorn blicken.

Schwanger in der französischen Provinz. Was bringt die Zukunft?

Schwanger in der französischen Provinz. Was bringt die Zukunft?

Für das Liebespaar Mousse (Isabelle Carré) und Louis (Melvil Poupaud) endet die Suche nach dem ultimativen Drogenkick tragisch. Als Louis an einer Überdosis stirbt, überlebt Mousse wie durch ein Wunder. Im Krankenhaus erfährt sie, dass sie schwanger ist. Verzweifelt verlässt die werdende Mutter die Pariser Grossstadt und zieht sich in ein Haus am Meer zurück. Einige Monate später kriegt sie Besuch von Louis' Bruder Paul. Zwei ver­lorene Seelen kommen sich näher.

Trotz bevorstehender Baby-Freuden verzichtet der französische Regisseur François Ozon («5 x 2») auf Gefühlsduselei. Ganz im Gegenteil: Das Drama strahlt nicht viel Wärme aus, die Drogensucht wird eingangs krass vor Augen geführt, und die unberechenbare Brise an der Atlantikküste steht stellvertretend für Mousses Dasein zwischen Wachstum und Selbstzerstörung. (20 Minuten)

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