Aktualisiert 15.05.2007 19:24

Ausweis auf Probe: Ansturm auf Weiterbildung befürchtet

Neulenker schieben den Weiterbildungskurs (WAB) auf die lange Bank. Erst wenige haben die obligatorischen Ausbildungstage absolviert. Jetzt schlagen die Kursveranstalter Alarm.

«Sündhaft teuer, der WAB kostet mich mehr als einen Monatslohn», ärgert sich die 18-jährige Mara Sutter. Grund für den Unmut der KV-Lehrtochter: Seit dem 1. Dezember 2005 wird der Fahrausweis nur noch auf Probe abgegeben, und sämtliche Neulenker sind verpflichtet, innert drei Jahren zwei Weiterbildungstage zu besuchen. Zwischen 660 und 810 Franken müssen sie dafür hinblättern. Wer für die Kurstage kein Auto auftreiben kann, muss zudem eines mieten. Die Folge: Von 4621 Probe-Neulenkern haben laut Eugen Leu vom Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich gerade mal 723 (16 Prozent) den ersten WAB besucht. Die Quote für den zweiten Teil fällt mit 131 Absolventen (3 Prozent) noch tiefer aus.

Jetzt befürchten die Kursanbieter einen Massenansturm: «Spätestens Ende 2008, wenn bei den ersten die Drei-Jahres-Frist abläuft, werden wir nicht mehr für alle einen Platz haben», sagt André Spörndli, Betriebsleiter vom Trainingscenter Drive Z in Volketswil. Das Nachsehen hätten die Neulenker, denn wer die Frist verstreichen lässt, muss nochmals Theorie büffeln und an die Fahrprüfung. Spörndli: «Über die Fahrlehrer versuchen wir jetzt, die Schüler zu sensibilisieren.» Zudem sollen Inserate geschaltet werden.

Romina Lenzlinger

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.