Brugg AG: Ausweis weg – mit diesem Trick fuhr er weiter Auto
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Brugg AGAusweis weg – mit diesem Trick fuhr er weiter Auto

Ein knapp 50-Jähriger hat kurzerhand den Namen seiner Frau angenommen, um illegal an einen neuen Führerausweis zu kommen.

von
kün
Am Bezirksgericht Brugg wurde ein Führerausweis-Trickser schuldig gesprochen. (Foto: Kanton Aargau)

Am Bezirksgericht Brugg wurde ein Führerausweis-Trickser schuldig gesprochen. (Foto: Kanton Aargau)

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Einen originellen Weg, um an ein neues Billett zu kommen, hat ein knapp 50-jähriger Schweizer gefunden: Wenige Tage nach der Hochzeit hatte er den Familiennamen seiner Frau angenommen und einen Lernfahrausweis beantragt, schreibt die «Aargauer Zeitung».

Später hatte er unter demselben Namen die Fahrprüfung abgelegt und hat so einen neuen Führerschein erhalten. Seinen eigentlichen Ausweis war er nämlich bereits seit längerer Zeit los. Nun wurde er vom Bezirksgericht Brugg schuldig gesprochen.

«Kreative, aber illegale Lösung»

Der Mann war kein unbeschriebenes Blatt. Vorgeworfen wurden ihm neben mehreren Delikten im Strassenverkehr auch unter anderem das Schiessen mit einer Feuerwaffe und mehrfacher Diebstahl. Zudem hatte er im Grossraum Zürich während Monaten einen Drogenhändler zu seinen Terminen chauffiert.

Zentrales Thema seien die Strassenverkehrsdelikte, sagte die Staatsanwältin. «Der Beschuldigte hat zwischen 2005 und 2013 trotz Entzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit stets Motorfahrzeuge gelenkt. Er ist dabei einige Male erwischt und verurteilt worden.» Er habe zudem eine «äusserst kreative, aber keineswegs gesetzeskonforme Lösung» gefunden, um zu einem Führerausweis zu kommen.

Freiheitsstrafe von drei Jahren

Das Gericht sprach den Angeklagten in den verjährten Punkten frei, aber im Sinne der Anklage schuldig. Er wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren und zu einer Busse von 1000 Franken verurteilt. Ausserdem wird der bedingte Erlass einer früheren Freiheitsstrafe widerrufen.

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