Aktualisiert 14.07.2012 11:27

Wundersame RettungAutist überlebte vier Wochen in der Wüste

Nach über vier Wochen in der Wüste von Utah hat eine Helikopterbesatzung einen jungen autistischen Mann gefunden, der allein und ohne Ausrüstung zu einem 80-Kilometer-Marsch aufgebrochen war.

von
bem

Er war total entkräftet und halb verhungert, aber er lebte: William LaFever, 28, war auf einer Wanderung durch die Wüste von Utah an einem Fluss gestrandet und am Donnerstagnachmittag nach vier Wochen gefunden worden.

LaFever, der an Autismus und einer zwangsneurotischen Störung leidet, hatte am 6. oder 7. Juni seinen Vater angerufen und ihm gesagt, er wandere in Utah mit seinem Hund und wolle nach Page in Arizona. Er habe kein Geld mehr und jemand habe ihm seine Wanderausrüstung gestohlen. Er wollte nicht, dass sein Vater ihn holen komme, er wollte Geld, um weiterzukommen.

Nichts ausser der Kleidung am Leib

Ihm war offenbar nicht bewusst, wie anstrengend die 80 Kilometer durch die Escalante-Wüste nach Lake Powell sein würden, wo er das Schiff nach Page nehmen wollte. Als ihn eine Suchmannschaft im Helikopter entdeckte, hatte er ausser der Kleidung, die er am Leib trug, nichts ausser ein Feuerzeug. Damit machte er nachts ein Feuer. Selbst sein Hund hatte sich aus dem Staub gemacht.

«Ich glaube, dass er wanderte, solange er konnte, und irgendwann in den Überlebensmodus schaltete», sagte Helikopterpilot Sahne Oldfield, der LaFever gefunden hat. Der junge Mann aus Colorado Springs habe Frösche und Wurzeln gegessen, um zu überleben. Nachts habe er sich in den seichten Fluss gerollt, um kühl zu bleiben und zu trinken.

LaFevers Schwester hatte am Montag, fast vier Wochen nach dem Anruf ihres Bruders beim Vater, die Polizei alarmiert.

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