Aktualisiert 30.03.2020 09:03

FlatrateAuto-Abos werden in der Corona-Krise attraktiver

Kein ÖV wegen der Corona-Krise? Ein Auto-Abo kann Abhilfe schaffen. Comparis hat das Angebot in der Schweiz verglichen.

von
lab/pd
30.3.2020
Das öffentliche Verkehrsangebot ist wegen der Corona-Krise drastisch ausgedünnt. Auto-Abos können in dieser Situation eine Alternative sein.

Das öffentliche Verkehrsangebot ist wegen der Corona-Krise drastisch ausgedünnt. Auto-Abos können in dieser Situation eine Alternative sein.

ZVG
Das Online-Vergleichsportal Comparis hat die Konditionen hinsichtlich Kosten, Verfügbarkeit und Mindestlaufzeit von sieben Auto-Abo-Anbietern zusammengetragen.

Das Online-Vergleichsportal Comparis hat die Konditionen hinsichtlich Kosten, Verfügbarkeit und Mindestlaufzeit von sieben Auto-Abo-Anbietern zusammengetragen.

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«Es sind keine generellen Preisanstiege zu beobachten. Manche Anbieter haben sogar die Gebühren gesenkt und sind grosszügig bei Heimlieferungen», so Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer.

«Es sind keine generellen Preisanstiege zu beobachten. Manche Anbieter haben sogar die Gebühren gesenkt und sind grosszügig bei Heimlieferungen», so Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer.

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Die Corona-Pandemie schränkt die Mobilität stark ein. So haben beispielsweise die SBB den grössten Fahrplanwechsel der Geschichte vollzogen. Leidtragende dieser Massnahmen sind etwa das Gesundheitspersonal, Zivilschutzleistende und Angestellte des Detailhandels. «Auf der Suche nach Alternativen stehen Auto-Abo-Anbieter hoch im Kurs», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer.

So verzeichnet etwa der Anbieter Carify an gewissen Tagen bis zu drei Mal so viele Anfragen als noch vor der Krise. Die Angebote sind attraktiv, weil sie an keine langfristigen Verträge gebunden sind. Die Mindestlaufzeit beträgt teilweise nur einen Monat. Comparis hat Lieferfristen, Mindestlaufzeiten und Kosten von sieben in der Schweiz operierenden Anbietern zusammengetragen.

Lieferfristen: Je nach Anbieter Auto in zwei Stunden bereit

Lange Wartefristen ergeben für die Mobilitätssuchenden in der aktuellen Situation wenig Sinn. Vermieter wie Hertz sind hier aufgrund ihres Geschäftsmodells im Vorteil. Hertz kann die Autos des Angebots «MiniLease» innerhalb von zwei Stunden zur Verfügung stellen. Bei anderen Anbietern dauert die Lieferung bis zu fünf Arbeitstage.

«Der Unterschied rührt daher, dass die Fahrzeuge bei Hertz in der Regel bereits eingelöst sind», erklärt Auer. Die Fahrzeuge seien aber nicht auf die Namen der Halter immatrikuliert. Das kann für in Städten wohnhafte Personen ein Problem darstellen, da Parkkarten für die Blaue Zone in der Regel auf den Namen des Autohalters ausgestellt werden. «Interessenten sollten sich deshalb vor Vertragsabschluss erkundigen, auf welchen Namen das Fahrzeug eingelöst wird», so Auer.

Mindestlaufzeiten ab einem Monat

In Corona-Zeiten ist nebst der Verfügbarkeit auch die Mindestlaufzeit von Belang. Die minimale Vertragsdauer bei Carify, Hertz MiniLease und Flat Drive beträgt einen Monat. Drei Monate sind es bei Auto Kunz, Clyde und Upto. Carvolution-Kunden müssen sich mindestens sechs Monate binden. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel 30 Tage. Keine Kündigungsfrist kennt Hertz MiniLease.

Monatsraten starten bei 405 Franken

Zu den Kosten: Das günstigste Abo in den von Comparis analysierten Angeboten (Stand 23. März 2020) gibt es mit 405 Franken pro Monat bei Carvolution. «Wir beobachten keinen generellen Preisanstieg», so Auer. Einige Anbieter hätten teilweise sogar Gebühren reduziert. So verzichtet etwa der Anbieter Auto Kunz auf die Einstiegsgebühr von 390 Franken.

Fahrzeugübergabe: Drei von sieben Anbieter liefern das Auto gratis nach Hause

«Neben dem Erlass von Gebühren beobachten wir auch ein Entgegenkommen bei der Heimlieferung», so Auer. Bei drei von sieben Anbietern ist der Heimlieferservice aktuell kostenlos (Carify, Clyde, Hertz MiniLease). Einen Pauschalbetrag verlangen Carvolution (180 Franken), Auto Kunz (240 Franken) und Upto (250 Franken). Flat Drive berechnet die Lieferkosten anhand des Zeitaufwandes. Pro Stunde ab dem Standort in Langenthal (BE) verlangt der Anbieter 50 Franken.

«Nach unserer Recherche treffen die Anbieter alle nötigen Vorkehrungen für eine ordnungsgemässe Fahrzeugübergabe», sagt die Comparis-Expertin. So würden die Fahrzeuge vor der Übergabe noch einmal desinfiziert. «Abonnenten sollten sich vor der Lieferung über die Möglichkeiten einer Online-Fahrzeug-Instruktion erkundigen», rät Auer. So könne physischer Kontakt vermieden werden.

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