Aktualisiert 27.07.2016 15:09

Gefährliche Ferienreise

Auto hatte 400 Kilo zu viel auf dem Dach

Die Luzerner Polizei hat einen Autofahrer erwischt, dessen Auto massiv überladen war. Auch Leser-Reportern war das Auto des Grauens aus Frankfurt aufgefallen.

von
gwa
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Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war der VW am Mittwochmorgen auf der Autobahn A2 unterwegs.

Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war der VW am Mittwochmorgen auf der Autobahn A2 unterwegs.

Leser-Reporter/Leser-Reporter
Das Auto war am Mittwochmorgen mehreren Leser-Reportern aufgefallen.

Das Auto war am Mittwochmorgen mehreren Leser-Reportern aufgefallen.

Leser-Reporter/Leser-Reporter
Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr.

Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr.

Leser-Reporter

Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war das Auto am Mittwochmorgen auf der Autobahn A2 unterwegs in Richtung Süden. Entdeckt hatte ihn im Tunnel Eich ein Leser-Reporter, der gerade auf dieser Strecke unterwegs war: «Unglaublich», sagt der Leser-Reporter dazu. «Wenn der Fahrer ein Ausweichmanöver oder eine Vollbremsung machen muss, dann wird das richtig gefährlich.» So könnten auch Unbeteiligte geschädigt werden. «Er hätte sein Hirn besser vor der Abfahrt eingeschaltet. Am Auto wäre sogar eine Anhängerkupplung montiert gewesen», so der Leser-Reporter weiter. Er ist oft auf der Strecke unterwegs: «Während der Ferienzeit sieht man öfter überladene Autos. Aber dieser Fall ist ja wahnsinnig», sagt er.

Ein weiterer Leser-Reporter hatte das Auto zwischen Basel und Olten gesichtet: «Sogar ein Roller war auf dem Dach montiert», meint er. «Ich frage mich, wie das Auto über die Grenze gekommen ist.»

Dachlast um 408 Kilogramm überschritten

Wie die Luzerner Polizei mitteilte, war das Auto mit massiv überhöhter Dach- und Achslast unterwegs. «Für andere Verkehrsteilnehmer bestand potentielle Gefahr», sagt Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Auch sich selbst hat der Fahrer laut Graf gefährdet. So hätte die Last auf dem Dach bei einer Vollbremsung oder in einer Kurve ins Rutschen geraten können. «Bei einer Vollbremsung mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h können Gegenstände das fünfzigfache ihres eigenen Gewichts erreichen», so Graf.

Eine Patrouille der Polizei hielt das Auto in Kriens an, nachdem ein anderer Verkehrsteilnehmer das Auto im Bereich Reussport gesehen und der Luzerner Polizei gemeldet hatte. Die Kontrolle ergab: Die Dachlast war um satte 408 Kilogramm überschritten. Bei Autos dieses Typs beträgt die erlaubte Dachlast in der Regel zwischen 50 und 75 Kilogramm. Auf der hinteren Achse waren 174 Kilogramm zu viel geladen. Insgesamt hatte das Auto 201 Kilogramm zu viel geladen. Der 40-jährige Autofahrer aus Deutschland musste ein Bussendepot hinterlegen und das Auto so weit entladen, bis es wieder sicher war. Die überschüssige Ladung musste er zurücklassen: «In solchen Fällen kann die Polizei den Fahrzeughaltern Informationen bieten, um die Einlagerung müssen sie sich aber selbst kümmern», sagt Graf. Anschliessend konnte er seine Fahrt fortsetzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Luzerner Polizei völlig überladene Autos aus dem Verkehr zieht. So hat sie im vergangenen Sommer gleich drei überladene Fahrzeuge an einem Tag angehalten. In Nidwalden hat man auch schon Erfahrungen mit Rollern auf dem Dach gemacht: Dort wurde im vergangenen Winter ein entsprechender Verkehrssünder angehalten. Wie man sicher in die Ferien verreist, verrät die Zuger Polizei: Sie gibt Tipps, wie man die Ladung im Auto und auf dem Dach richtig sichert.

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