Aktualisiert 09.08.2011 09:25

Achillesferse FernbedienungAuto mit dem Handy geknackt

An der Sicherheitskonferenz Black Hat knackten zwei Experten mit einem Android-Handy die Türverriegelung eines Subaru und starteten den Motor – alles per Fernzugriff.

von
owi
Autotüren lassen sich mit einem Handy knacken.

Autotüren lassen sich mit einem Handy knacken.

Die Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas ist die Bühne für eindrückliche Demonstrationen unterschiedlichster Sicherheitslücken. Für ihren Angriff nutzten zwei «Hacker» Schwachstellen aus, die offenbar in gewissen Fernbedienungen zum Öffnen von Autotüren bestehen. Dies berichtet das Tech-Portal «TG Daily». Entscheidend für den Erfolg des Angriffs ist nicht die Automarke, sondern die Fernbedienung zum Öffnen der Tür.

Für den Angriff vor Publikum hebelte der Angreifer zunächst das Sicherheitssystem per SMS aus. In einem zweiten Schritt täuschte der Eindringling per GSM-Netzwerk dem gehacktem Gerät einen Server vor, der Befehle an das System schickt.

Zahlreiche technische Geräte empfangen heutzutage Software-Aktualisierungen über das Mobilfunknetz. Dieser Vorgang verläuft meist im Hintergrund. Der Nutzer kann kaum erkennen, wenn Hacker ein manipuliertes Update installieren. Diese Angriffsmethode ist als «war texting» bekannt und kann auch zur Manipulation anderer Systeme eingesetzt werden. Beispielsweise liessen sich theoretisch Überwachungskameras knacken, die Software-Updates über Textnachrichten erhalten.

Das Sicherheitssystem eines Autos zu hacken sei vielleicht cool oder sexy, meinte einer der Sicherheitsexperten. «Das gleiche System wird aber auch in Telefonen, Stromkraftwerken oder Verkehrssystemen eingesetzt. Ich denke, das ist die wahre Bedrohung.»

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