Auto mit vier Kindern gesunken
Aktualisiert

Auto mit vier Kindern gesunken

Bei einem tragischen Unfall an der Anlegestelle der Elbe-Fähre in Sachsen-Anhalt ist ein mit vier Jungen besetztes Auto in den Fluss gerollt und gesunken.

Am Abend wurde ein Kind tot geborgen.

Zwei der Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren konnten sich noch von selbst ans Ufer retten. Nach dem Unglück suchten Rettungskräfte stundenlang in dem eiskalten Wasser bei starker Strömung nach den vermissten Jungen und dem Fahrzeug.

«Wir haben das Auto aus dem Wasser gezogen, darin lag leblos ein Junge», sagte ein Polizeisprecher in Dessau. Von dem zweiten Jungen fehlte jede Spur. Nach ihm wurde zunächst weiter am Uferbereich des Flusses stromabwärts gesucht.

Wegen der Dunkelheit sollte die Aktion am späten Abend abgebrochen und am nächsten Morgen fortgesetzt werden. Angesichts der besonderen Unfallsituation und der Wassertemperaturen bestand wenig Hoffnung, das Kind noch lebend zu finden.

«Die vier Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren waren mit ihrem 68 Jahre alten Betreuer auf dem Weg zu einem Schachturnier. Weshalb das Auto ins Wasser rollte, ist noch unklar», sagte der Polizeisprecher.

Die Fähre befand sich zu dem Zeitpunkt des Unfalls noch etwa in der Mitte des Flusses. Der Wagen sei plötzlich vom Ufer zum Wasser gerollt und schnell untergegangen. Inwieweit eine lockere Handbremse dies verursacht habe, werde von den Ermittlern untersucht, hiess es. (sda)

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