Auto-Rückrufe sind keine Seltenheit
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Auto-Rückrufe sind keine Seltenheit

680.000 Autos ruft DaimlerChrysler seit Mittwoch weltweit zurück. Doch das jüngste Beispiel ist kein Einzelfall: Immer häufiger holen insbesondere Autohersteller ihre Produkte „heim ins Werk". Die Akte Rückruf.

Allein im Jahr 2003 gab es in Deutschland 144 Rückrufaktionen von Autoherstellern (13 Prozent mehr als 2002). Betroffen davon waren 940.000 Fahrzeuge, so das Kraftfahrtbundesamt. Zum Vergleich: vor elf Jahren gab es lediglich 52 Rückrufaktionen. Und es trifft jeden – vom Kleinwagen bis zum Luxusschlitten.

Aber warum wird, gerade im Bereich Kfz, so oft zurückgerufen? „Es gibt mehr Modellvielfalt bei den Autos, die Autos werden immer komplexer", sagt Automobilexperte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer von der FH Gelsenkirchen.

Der Elektronikanteil der Kfz liege bei über 50 Prozent: „Jedes neue Detail steigert das Risiko eines Defekts", so Dudenhöffer, „ein weiterer Faktor sind die schnelleren Entwicklungszeiten. Oft werden Entwicklungsthemen am Computer simuliert, statt sie in der Praxis zu testen. Und nicht zuletzt bekommen die Zuliefererfirmen, die unter Kostendruck arbeiten, auf den letzten Drücker Änderungen für Bauteile."

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