«Auto war unfahrbar» – bei Mercedes ist nach Hamilton-Debakel Wut riesig

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Hamilton startet von Platz 16«Auto war unfahrbar» – bei Mercedes ist Wut nach Hamilton-Debakel riesig

Die Talfahrt bei Mercedes setzt sich fort. Lewis Hamilton erlebt am Samstag im Qualifying vor dem Grossen Preis von Saudiarabien eine krachende Niederlage. Nachher wählt der Superstar klare Worte, sein Boss Toto Wolff reagiert schroff. 

von
Nils Hänggi

Der Horror-Unfall von Mick Schumacher überschattete das Qualifying am Samstag. 

SRF

Darum gehts

  • Lewis Hamilton erlebte am Samstag im Qualifying ein Desaster. 

  • Beim GP von Saudiarabien startet er von Platz 16 aus. 

  • Nachher entschuldigt er sich, Mercedes-Boss Toto Wolff ist sauer. 

Was war das für ein Desaster? Der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton schied bereits im ersten Qualifying-Abschnitt aus. Das passierte dem Briten zuletzt in Brasilien 2017. Damals war ein Unfall für das frühe Aus verantwortlich, diesmal fehlte dem Mercedes-Team aber die Geschwindigkeit. Den Grossen Preis von Saudiarabien nimmt er am Sonntag vom 16. Rang aus in Angriff. «Es tut mir so leid, Jungs», funkte der 37-Jährige noch im Auto kleinlaut.

Später meinte der Superstar, der sich am Set-up orientierte, das er zuvor im dritten Training verwendet hatte: «Ich habe dann versucht, in eine ähnliche Richtung zu gehen, aber vielleicht habe ich es etwas zu weit getrieben. Das Auto war unfahrbar.» Und er legte nach: «Ich verstehe es nicht. Es war einfach plötzlich schwierig zu fahren – schwieriger als jemals zuvor. Es war ein Albtraum.»

«Wir müssen uns wirklich zusammenreissen»

Auch Mercedes-Boss Toto Wolff war nach dem Hamilton-Debakel fassungslos. Er sagte: «Auf Lewis' Seite haben sie ein Experiment versucht, das richtig ins Auge gegangen ist. Die Margen sind so gering, er hat überhaupt keinen Grip auf der Hinterachse gehabt und ist dann natürlich sofort weg vom Fenster.» Es fehle generell an Pace.

«Jetzt kommt der Punkt, wo wir uns wirklich zusammenreissen müssen. Es ist total inakzeptabel», so Wolff. Man müsse endlich aufwachen. Für das Rennen will Mercedes nun Schadensbegrenzung betreiben. Wolff: «Wir werden versuchen, das Auto wieder gerade hinzustellen, um bessere Voraussetzungen zu haben.» 

Perez startet von ganz vorne

Sergio Perez holte überraschend die Pole Position in Saudiarabien. Der 32 Jahre alte Mexikaner verwies mit 25 Tausendstelsekunden Vorsprung Charles Leclerc auf den zweiten Platz und sicherte sich die erste F1-Pole in seiner Karriere – als erster Mexikaner überhaupt.

Hinter Leclerc, Sieger des Formel-1-Auftaktrennens vor einer Woche in Bahrain, landete dessen Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz am Samstag in der Qualifikation auf dem ultraschnellen Kurs von Dschidda auf Platz 3. Weltmeister Max Verstappen kam auf den vierten Rang im zweiten Red Bull. Hamiltons Teamkollege George Russell startet von Platz 6. Überschattet wurde das Qualifying von Mick Schumachers Horror-Unfall (siehe Video oben).

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