Aktualisiert 15.02.2006 10:21

Autobahn als Mülldeponie

An den Autobahnböschungen häufen sich die Bierdosen, Pet-Flaschen und sogar volle Kehrichtsäcke und Fastfood-Verpackungen. Seit der Bund für die Reinigung der Autobahnen bezahlt, ist der Nordring eine Abfalldeponie.

Auf der Flughafenautobahn und dem Zürcher Nordring sammelt sich der Abfall: Autopneus, alte Kühlschränke oder neue Matratzen, die nach dem Einkaufen vom Autodach geblasen wurden. Kein schönes Bild für die Touristen, die sich von Kloten nach Zürich einen ersten Eindruck der Schweiz machen.

Doch wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch berichtet, sind dem Chef des Werkhofs Wallisellen, Christian Krismer, die Hände gebunden. «Früher haben wir jeden Monat ‹gefötzelet›», sagt er. Doch «wenn wir mehr reinigen als vorgegeben, bezahlt der Bund die Rechnung nicht», sagt Urs Egger, stellvertretender Strasseninspektor beim Kanton. Bis jetzt hatten die Angestellten des kantonalen Tiefbauamts den Abfall von Hand aufgelesen. Nur schon der Abschnitt Kloten-Winterthur kostet 60'000 Franken.

Obwohl der Bund massiven Kostedruck auf dem Kanton ausübt, machen die strikte neue Vorschriften Sinn. Als alleiniger Besitzer der Autobahnen hat er Standards festgelegt und mit den Kantonen Leistungsvereinbarungen mit exakten Vorgaben abgeschlossen. Der Bund will nicht, dass einzelne Kantone überrissene Reinigungskosten in Rechnung stellen.

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