10.07.2015 09:16

70 statt 40 Franken

Autobahn-Vignette soll nun doch teurer werden

Obwohl das Volk 2013 gegen eine Erhöhung der Vignetten-Preise stimmte, erfolgt nun ein neuer Versuch. Die Vignette soll künftig 70 statt 40 Franken kosten.

von
qll
Das Volk entschied sich bereits am 24. November 2013 gegen eine Erhöhung der Vignettenkosten.

Das Volk entschied sich bereits am 24. November 2013 gegen eine Erhöhung der Vignettenkosten.

Eine Anhebung der Vignetten-Preise von 40 auf 100 Franken wurde 2013 an der Urne vom Volk deutlich verworfen. Dadurch entfiel auch der sogenannte Netzbeschluss mit den 400 Kilometer Nationalstrasse, für deren Unterhalt und Ausbau der Bund dann zuständig gewesen wäre.

Nun haben sich die Ständeräte Peter Bieri (CVP) und Georges Theiler (FDP) zusammengesetzt und einen neuen Vorstoss geplant. Sie schauten sich den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF), mit dem Bundesrätin Doris Leuthard die Strassenfinanzierung neu regeln will, genauer an, und packten ein neues Element mit hinein: Statt auf 100 soll die Vignette nur auf 70 Franken steigen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Ein Kompromiss, der das Volk milde stimmen und eine Annahme ermöglichen soll.

Zeichen der Akzeptanz

Das neue Konzept wird von der Mehrheit der Verkehrskommission des Ständerats – mit 10 zu 2 Stimmen – gestützt. Doch noch ist nichts entschieden: «Wir warten jetzt auf ein Zeichen der Akzeptanz», so Bieri zum «Tages-Anzeiger». Der Beschluss zur Vignette ist gemäss Bieri noch nicht definitiv.

Sowohl Kantone als auch Verbände sollen zuerst zum neuen Konzept Stellung nehmen. Ausgewertet werden wird es an der nächsten Kommissionssitzung nach den Sommerferien. «Falls wir von überall nur hören, unser Vorschlag sei jenseits von Gut und Böse, brechen wir die Übung wieder ab», so Bieri.

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