A9 Raron-Gampel  – Autobahn zu schmal gebaut – mehrere 10’000 Franken Zusatzkosten 

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A9 Raron-Gampel Autobahn zu schmal gebaut – mehrere 10’000 Franken Zusatzkosten 

Auf einem 500 Meter langen Autobahnteilstück zwischen Raron und Gampel ging das Strassenbankett vergessen. «So etwas darf nicht passieren», sagt der A9-Chef.

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50 Zentimeter fehlen: Zwischen Raron und Gampel ging das Strassenbankett vergessen. 

50 Zentimeter fehlen: Zwischen Raron und Gampel ging das Strassenbankett vergessen. 

Kanal 9 / Screenshot
Das ärgert den A9-Chef Martin Hutter: «So etwas darf in der heutigen Zeit einfach nicht passieren.»

Das ärgert den A9-Chef Martin Hutter: «So etwas darf in der heutigen Zeit einfach nicht passieren.»

Kanal 9 / Screenshot
Hutter versichert aber, dass der Fauxpas keinen Einfluss auf den Eröffnungstermin habe. 

Hutter versichert aber, dass der Fauxpas keinen Einfluss auf den Eröffnungstermin habe. 

Kanal 9 / Screenshot

Darum gehts

  • Bei den Bauarbeiten an der A9 zwischen Gampel und Raron hat sich ein Fauxpas eingeschlichen.

  • Auf einer Länge von 500 Metern ist die Strasse zu schmal geraten, weil das Bankett vergessen ging. 

  • Der Fehler hat finanzielle Folgen, der Eröffnungstermin des Autobahnteilstücks ist aber nicht gefährdet. 

Mit dem Bau des Autobahnteilstücks zwischen Gampel und Raron ging es bislang munter voran. Teilweise konnten bereits die Signalisationen angebracht werden. Nun aber hat sich bei den Arbeiten ein grober Fehler eingeschlichen: Auf einer Länge von rund 500 Metern wurde die Strasse um 50 Zentimeter zu wenig breit gebaut, wie der Lokalsender Kanal 9 berichtet. Konkret ging das sogenannte Bankett am äusseren Rand vergessen, welches das Oberflächenwasser zu den seitlich gelegenen Mulden ableitet. 

Bemerkt wurde das fehlende Bankett, als die Leitplanken im vorderen Teilstück gesteckt wurden. «Da sahen wir, dass wir praktisch ins Leere bauen würden», sagt A9-Chef Martin Hutter zu 20 Minuten. Für den Chef der Dienststelle für Nationalstrassenbau (DNSB) ist der Fauxpas ausgesprochen ärgerlich: «So etwas darf in der heutigen Zeit einfach nicht passieren.»

«Mal ein Messband in die Finger nehmen»

Nun müsse der Fehler korrigiert und das Bankett im Zuge der restlichen Bauarbeiten ergänzt werden. «Auf den Eröffnungstermin hat der Fehler aber keinen Einfluss», versichert Hutter. Das Teilstück Gampel-Raron soll 2023 eröffnet werden. Schwerer wiegen dagegen die finanziellen Auswirkungen: Die nun anfallenden Zusatzarbeiten haben Mehrkosten von mehreren 10’000 Franken zur Folge. 

Wie der Fehler genau passieren konnte, wird nun untersucht. Hutter hofft, dass dieser immerhin einen Lerneffekt mit sich bringe. «Ab und zu sollte man vielleicht mal ein Messband in die Finger nehmen, anstatt blind auf die moderne Technik zu vertrauen.»

Online erntet das fehlende Strassenbankett vor allem Hohn und Spott. «Als die Autobahn in den 80ern geplant wurde, war das wohl noch nicht Standard», witzelt ein User in der Kommentarspalte des «Walliser Boten», der die kuriose Geschichte ebenfalls aufgenommen hat. Eine andere Userin meint: «Na ja, jetzt mal ehrlich: Ob das Teilstück im Jahr 2047 oder erst 2049 fertiggestellt wird, spielt nun wirklich keine Rolle mehr.»

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(sul)

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