Luftwaffe losgeschickt - Autobombe verletzt in Mali 12 deutsche Soldaten schwer
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Luftwaffe losgeschicktAutobombe verletzt in Mali 12 deutsche Soldaten schwer

Im afrikanischen Krisenstaat Mali kam es am Freitag zu einem Anschlag. Dabei wurden 15 Bundeswehrsoldaten verletzt, die Luftwaffe wurde zur Rettung mobilisiert.

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In Mali wurden 15 deutsche Soldaten verletzt, zwölf von ihnen schwer.

In Mali wurden 15 deutsche Soldaten verletzt, zwölf von ihnen schwer.

Michael Kappeler/dpa
Die deutsche Bundeswehr ist in Mali für die Friedenssicherung im Einsatz.

Die deutsche Bundeswehr ist in Mali für die Friedenssicherung im Einsatz.

AFP
Am Bundeswehr-Einsatz in Mali sind rund 900 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr beteiligt.

Am Bundeswehr-Einsatz in Mali sind rund 900 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr beteiligt.

Imago

Darum gehts

  • Bei einem mutmasslichen Selbstmordattentat in Mali wurden 15 deutsche Soldaten verletzt.

  • Die deutsche Bundeswehr ist in Mali zwecks Friedenssicherung im Einsatz.

  • Schon am Montag wurden bei einem Attentat sechs französische Soldaten verletzt.

Bei einem Anschlag auf die Bundeswehr im westafrikanischen Krisenland Mali sind am Freitag 15 deutsche Soldaten verletzt worden. Unter ihnen seien nach ersten Erkenntnissen zwölf Schwerverletzte, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des Verteidigungsausschusses in Berlin. Die Luftwaffe sei zur Rettung der Verletzten nach Mali geschickt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es sich um eine Autobombe gehandelt, möglicherweise sei sie von einem Selbstmordattentäter gezündet worden.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) werde sich am Nachmittag zu dem Vorfall äussern, erfuhr AFP aus den Kreisen. Der Anschlag ereignete sich demnach nahe der Stadt Gao. Dort unterhält die Bundeswehr ein Feldlager. Die Bundeswehrsoldaten leisten dort im Rahmen der UN-Friedensmission Minusma einen Beitrag zur Stabilisierung Malis.

Anschlag auf französische Soldaten am Samstag

Die Minusma bestätigte, dass bei einem Autobombenanschlag 15 Soldaten verletzt worden seien. Zu ihrer Nationalität äusserte sie sich nicht. Die Soldaten seien am Vormittag in einer provisorischen Einsatzbasis in der Ortschaft Tarkint in der Region Gao «zum Ziel eines Anschlags» geworden, hiess es in einer Twitter-Botschaft der Minusma.

Erst am Montag waren sechs Soldaten der französischen Anti-Terror-Einheit Barkhane bei einem Bombenanschlag verletzt worden. Bei dem Attentat nahe der zentralmalischen Stadt Gossi waren auch vier Zivilistinnen und Zivilisten verletzt worden.

Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von zunehmender Instabilität geprägt. Die meist islamistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilistinnen und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, hunderttausende mussten aus ihrer Heimat fliehen.

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(AFP, her)

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