Zu Fuss auf der A14 – «Autofahrer haben die Verantwortung, auf Unvorhergesehenes zu reagieren»
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Zu Fuss auf der A14«Autofahrer haben die Verantwortung, auf Unvorhergesehenes zu reagieren»

In der Nacht auf Sonntag wurde ein 16-Jähriger angefahren, der zu Fuss die Autobahn überqueren wollte. Dennoch muss der Lenker mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

von
Rochus Zopp
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Bei Steinhausen ZG ist es auf der Autobahn A14 zu einem Unfall gekommen. Ein stark alkoholisierter 16-Jähriger lief über die Fahrbahn und wurde angefahren.

Bei Steinhausen ZG ist es auf der Autobahn A14 zu einem Unfall gekommen. Ein stark alkoholisierter 16-Jähriger lief über die Fahrbahn und wurde angefahren.

Zuger Polizei
Der Jugendliche wurde leicht verletzt.

Der Jugendliche wurde leicht verletzt.

Zuger Polizei

Darum gehts

  • Ein 16-Jähriger wollte in der Nacht auf Sonntag stark alkoholisiert die Autobahn überqueren. Dabei wurde er von einem Auto erfasst.

  • Nun müssen sowohl der Jugendliche, wie auch der Autofahrer mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

  • Laut Mike Egle von Road Cross haben Autofahrende immer die Verantwortung auf Unvorhergesehenes reagieren zu können.

Im Kanton Zug ereignete sich in der Nacht auf Sonntag ein aussergewöhnlicher Unfall. Um den Heimweg abzukürzen, entschied sich ein 16-Jähriger, zu Fuss die Autobahn zu überqueren. Als sich der Jugendliche auf dem Fahrstreifen befand, nahte ein Auto heran. Der Lenker leitete zwar sofort eine Vollbremsung ein und wich auf den Überholstreifen aus, trotzdem erfasste er den Fussgänger. Nun müssen der Fussgänger wie auch der Autofahrer nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

«Die Autofahrenden haben die Verantwortung, dass sie auch auf Unvorhergesehenes reagieren können müssen» erklärt Mike Egle, Mediensprecher von Road Cross. Darum sei im Gesetz festgehalten, dass auch der Autofahrer in diesem Fall mit Konsequenzen rechnen muss. «Der Fall im Kanton Zug ist aber ein sehr aussergewöhnlicher Fall», so Egle weiter. Es sei immer wichtig, als Autofahrer aufmerksam zu sein. Egle betont aber auch, dass man bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter die Geschwindigkeit an die äusseren Gegebenheiten anpassen muss.

«Alkohol erhöht die Risikobereitschaft»

Dass Fussgängerinnen und Fussgänger sich unter Alkoholeinfluss in Gefahr bringen, geschieht laut Egle aber immer wieder: «Unter Alkoholeinfluss macht man Sachen, die man sonst nicht machen würde. Alkohol erhöht auch die Risikobereitschaft.» Road Cross setzte darum schon früh an und behandelt das Thema Alkohol etwa an Präventionsveranstaltungen: «Wir wollen den Jugendlichen mitgeben, wie wichtig es ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Darum sensibilisieren wir sie auch darauf, wie Alkohol das eigene Verhalten beeinflusst.»

«Ein Unfall kann auch für Autofahrende tragisch enden», so Egle. Auch Fussgängerinnen und Fussgänger hätten eine Verantwortung im Verkehr. Egle: Darum können auch Menschen die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, bestraft werden. «Velofahrer die mit mehr als 1,6 Promille unterwegs sind, können ihren Fahrausweis auch verlieren.» Bei einem Verdacht auf ein Alkohol- oder einem Drogenproblem können Fussgänger, nach einer verkehrsmedizinischen Abklärung, ihre Fahrerlaubnis ebenfalls verlieren.

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