Aktualisiert 22.04.2014 12:26

Gefährliche MüdigkeitAutofahrer nach Sekundenschlaf verletzt

Ein junger Lenker hat am Karfreitagmorgen einen ungewöhnlichen Selbstunfall mit hohem Sachschaden verursacht, weil er am Steuer eingeschlafen war.

von
mj

Auf der Autobahn A2 bei Arisdorf ereignete sich in der Nacht auf Karfreitag gegen 4.20 Uhr ein spektakulärer Selbstunfall eines Personenwagenlenkers. Der 22-jährige, in der Region wohnhafte Schweizer war mit seinem Auto in Fahrtrichtung Basel unterwegs, als er wegen Sekundenschlafs die Herrschaft über das Fahrzeug verlor und den rechtsseitigen Wildhag durchschlug.

Nach rund 50 Metern überschlug es den Personenwagen, der schliesslich auf der linken Seite liegend am rechten Fahrbahnrand zum Stillstand kam. Der Autofahrer, welcher allein unterwegs war, konnte sich aus eigener Kraft durch das zersplitterte Dachfenster seines Fahrzeugs befreien. Er wurde danach von der Sanität Liestal ins Spital eingeliefert.

Unfälle durch Alkoholeinfluss eher rückläufig

Am Auto sowie am Wildhag entstand beträchtlicher Sachschaden, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Ein beim Autofahrer durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 0,34 Promille. Die Polizei Basel-Landschaft nahm dem Mann seinen Führerausweis auf Probe an Ort und Stelle ab, da für Junglenker bis 25 Jahre die Nulltoleranz gilt, wie Polizeisprecher Meinrad Stöcklin bestätigt.

Er wird an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzeigt. «Der Lenker muss mit einem längeren Entzug des Führerscheins rechnen. Des weiteren wird geprüft ob dies sein erstes Vergehen ist und welche weiteren Massnahmen getroffen werden müssen», erklärt Stöcklin. Trotz der am 1. Januar eingeführten Nulltoleranz für Junglenker seien Verkehrsdelikte unter Alkoholeinfluss aber eher rückläufig, so Stöcklin.

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