Autofahrer rammt Siebers «Pfuusbus»
Aktualisiert

Autofahrer rammt Siebers «Pfuusbus»

Mit einem gestohlenen Fiat Punto raste gestern Nacht ein 21-Jähriger in den Pfuusbus von Pfarrer Ernst Sieber. Die halbe Belegschaft wurde aus dem Schlaf gerissen.

«Kurz vor drei Uhr knallte es fürchterlich und die Hälfte der zwölf Schlafenden standen fast im Bett», sagt Andy Gerber, Hüttenwart des Pfuusbusses. Ein junger Autofahrer war von der Uetlibergstrasse abgekommen, das Bord hinuntergesaust und im Vorderrad des Pfuusbus stecken geblieben. Der Fahrer habe noch verbissen versucht, den Motor zu starten, und die verdatterten Obdachlosen um Hilfe gebeten.

«Bitte keine Polizei, bitte keine Polizei», habe er gefleht und den Randständigen tausend Franken Schweigegeld angeboten. Doch alles Flennen half nichts: Gerber nahm seine Verantwortung wahr und rief die Polizei. «Als er mich telefonieren sah, rannte er los wie die Feuerwehr», erzählt der Hüttenwart. Ohne Schuhe und im T-Shirt sei er Richtung Sihlcity verschwunden.

Doch sein Fluchtversuch war von kurzer Dauer: Wenig später konnte der 21-jährige Tunesier von der Polizei gefasst werden: «Der Verunfallte fuhr ein gestohlenes Auto und hatte keinen Führerausweis», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Zürich. Er sei direkt der Staatsanwaltschaft zugewiesen worden. Wirz: «Die Bewohner des Busses hatten alle einen Schutzengel.»

Romina Lenzlinger (sda)

Deine Meinung