Aktualisiert

Nach VerfolgungsjagdAutofahrer stach mit Dolch zu

Auf dem Weg zur Arbeit lieferten sich ein Elsässer und ein Schweizer eine wilde Verfolgungsjagd. Dann stach einer auf den anderen ein.

von
Jonas Hoskyn

Der 58-jährige Schweizer und der Franzose (55) kreuzten sich am 22. Februar 2008 im elsässischen Hagenthal, wenige Kilometer vor der Schweizer Grenze, mit dem Auto. Vor Gericht beschuldigten sie sich am Dienstag gegenseitig des rücksichtslosen Fahrens.

Nachdem er mehrmals ausgebremst worden sei, habe er den anderen zur Rede stellen wollen, so das spätere Opfer. Deshalb sei er ihm nachgefahren. Er habe gedacht, ein Verrückter verfolge ihn, gab der spätere Täter zu Protokoll. Deshalb wollte der Schweizer den Franzosen im Iselinquartier abschütteln, wurde dort aber von ­einer Baustelle gestoppt.

Sein Sohn sei in einer ähnlichen Situation schon mal verprügelt worden, so der angeklagte Schweizer. Deshalb habe er nach seinem 11 cm langen Pfadidolch gegriffen, um den Rivalen einzuschüchtern. Als ihn dann das Opfer zur Rede stellen wollte, stach er zu. Beim anschlies­senden Handgemenge verletzte er den Kontrahenten noch am Kopf. Der Täter flüchtete, stellte sich aber eine knappe halbe Stunde später der Polizei. Das Urteil folgt am Mittwoch.

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