Autoindustrie: Hoffnungsjahr 2004?
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Autoindustrie: Hoffnungsjahr 2004?

Mit vielen neuen Modellen hat die Autoindustrie am Sonntag zum Auftakt der Autoshow im amerikanischen Detroit den Startschuss für das Hoffnungsjahr 2004 gegeben.

Mit vielen neuen Modellen hat die Autoindustrie am Sonntag zum Auftakt der Autoshow im amerikanischen Detroit den Startschuss für das Hoffnungsjahr 2004 gegeben.

Insgesamt werden auf der wichtigen Automesse zum Beginn des Jahres 22 Weltpremieren bei den Serienautos und 11 so genannte Concept-Cars gezeigt.

Besonders die deutschen Autohersteller Mercedes-Benz, VW, Audi, BMW und Porsche sind mit grossen Hoffnungen nach Detroit gereist. Allerdings sind die Margen der Hersteller auf Grund einer anhaltenden Rabattschlacht sowie des starken Euro unter Druck geraten.

Rekordbolide

Die North American International Autoshow ist traditionell die Bühne für eine Reihe neuer Modelle. So zeigte der US-Hersteller Chrysler einen neuen Sportwagen mit 850 PS.

Der 12-Zylinder-Mittelmotor mit vier Turboladern treibt den ME Four-Twelve Super Sport in weniger als 3 Sekunden auf Tempo 100. Als Höchstgeschwindigkeit erreicht der Prototyp Tempo 400. Ob der Wagen je auf den Markt kommt und was er dann kosten könnte, liess Chrysler-Vize-Chef Wolfgang Bernhard aber offen.

Chrysler will zudem mit einer Produktoffensive und der Einführung der Marke Dodge in Westeuropa seinen Marktanteil dort mittelfristig verdoppeln. Er solle bis 2007 die Ein-Prozent-Marke überspringen, sagte Chrysler-Verkaufschef Joe Eberhardt in Detroit.

Er erwarte für Chrysler in diesem Jahr eine leicht wachsenden Absatz. 2003 habe sich der Rückgang gegenüber 2002 dank drei starker Schlussmonate «in Grenzen gehalten», sagte er.

Audi verkaufte 2003 mehr Autos

Mercedes-Benz zeigt in Detroit den Grand Sports Tourer (GST), eine sechs-sitzige Mischung aus luxuriöser Reiselimousine, Kombi und Minivan, die von 2005 an in Serie gehen wird.

Und Audi stellt den 12-Zylinder A8 für den US-Markt vor. Der Ingolstädter Autohersteller hat seinen Absatz trotz flauer Autokonjunktur 2003 um 3,4 Prozent gesteigert. Weltweit seien vergangenes Jahr 767 000 Autos verkauft worden, teilte die Tochter des Volkswagen-Konzerns in Detroit mit. Besonders gut habe sich der chinesische Markt entwickelt, wo der Absatz um 60 Prozent stieg.

(sda)

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