SMI im Minus: Autokrise schickt Aktienmärkte auf Talfahrt

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SMI im MinusAutokrise schickt Aktienmärkte auf Talfahrt

Die Krise der amerikanischen Automobilindustrie hat den internationalen Aktienmärkten einen weiteren Schwarzen Montag eingebrockt. Die Indizes fielen kräftig. In der Schweiz fiel der SMI um 2,6 Prozent, womit er im internationalen Vergleich noch gut dastand.

Der Swiss Market Index (SMI), der bereits letzten Freitag knapp zwei Prozent verloren hatte, stürzte am Morgen um bis zu 3,25 Prozent ab. Bei Handelsschluss stand er bei 4.745,76 Punkten, 2,6 Prozent tiefer als beim Vorwochenschluss. Der Abschwung wurde am Markt vor allem mit Gewinnmitnahmen begründet.

UBS-Papiere wieder nahe 10 Franken

Am meisten Haare lassen mussten die Finanzwerte, bei denen die UBS-Aktie wieder bedrohlich nahe an die am vergangenen 11. März überwundene Zehn-Franken-Marke geriet. Ihr Kurs fiel bis zum Schluss um 10,82 Prozent auf 10,14 Franken. Erklärt wurde dies am Markt vor allem mit Zeitungsberichten über weitere bevorstehende Milliardenabschreiber und den möglichen Abbau von bis zu 8000 Stellen. Die UBS hatte am Sonntag dazu nicht Stellung genommen. Julius Bär verlor 6,83, Credit Suisse 4,66 Prozent.

Grösste Verlierer bei den Versicherungen waren Swiss Re (minus 7,28 Prozent), die Zürich (minus 6,4 Prozent) und Swiss Life (minus 5,96 Prozent). Kräftig zurückgestuft wurden Holcim (minus 7,15 Prozent) und ABB (minus 3,8 Prozent). Mehr als vier Prozent verloren Adecco und Richemont.

Am breiten Markt fiel die neue Jelmoli-Namenaktie auf, die nach der Aufspaltung des früheren Warenhauskonzerns in eine Immobilien- und die Beteiligungsgesellschaft Athris um 31,05 Prozent abstürzte (Ausführlicher Artikel siehe Kontext-Box). Die erstmals gehandelten Athris Namen- und Inhaberaktien wurden zu 161 beziehungsweise 810 Franken bewertet.

Dax stürzt 5 Prozent ab

Auch an andere Aktienmärkten ging es abwärts. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stand zum Schluss 5,1 Prozent tiefer bei 3989,23 Zählern. In Paris und London sanken der CAC 40 und der FTSE 100 um 4,3 beziehungsweise 3,5 Prozent. Zuvor hatte der japanische Nikkei-Index 4,5 Prozent auf 8236,08 Punkte verloren. Die New Yorker Börse begann die neue Woche ebenfalls im Minus. Am frühen Nachmittag (Ortszeit) stand der Dow-Jones-Index ausgewählter Industriewerte bei 7515 Zählern und 3,4 Prozent tiefer als Ende letzter Woche.

An den internationalen Devisenmärkten festigte sich der Franken gegen den Euro. Dieser wurde am Abend zu 1,5165 Franken gehandelt, verglichen mit 1,5205 Franken am Freitagabend. Der Dollar verbesserte sich dagegen um rund einen Rappen auf 1,1537 Franken. (dapd)

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