Aktualisiert 31.12.2018 07:31

JapanAutomanager Ghosn bleibt weiter in U-Haft

Der seit mehr als einen Monat in U-Haft sitzende Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn wird weiterhin verhört. Das hat ein japanisches Gericht entschieden.

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Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019)

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019)

AP
Hat er Nissan-Gelder für private Zwecke abgezweigt? Carlos Ghosn. (3. April 2019)

Hat er Nissan-Gelder für private Zwecke abgezweigt? Carlos Ghosn. (3. April 2019)

Keystone/AP/Sadayuki Goto
Hat immer seine Unschuld beteuert: Carlos Ghosn. (Archivbild)

Hat immer seine Unschuld beteuert: Carlos Ghosn. (Archivbild)

Keystone/AP/Mark Lennihan

Ein japanisches Gericht hat einer weiteren Verlängerung der Untersuchungshaft für den früheren Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, zugestimmt. Das gab das Bezirksgericht in Tokio am Montag bekannt.

Damit wurde der Forderung der Staatsanwaltschaft stattgegeben, den bereits seit mehr als einen Monat in U-Haft sitzenden Automanager bis 11. Januar zu verhören.

Einen Termin für einen Prozess gegen Ghosn gibt es noch nicht. Ghosn, der weiter Chef bei Renault ist, und seine frühere «rechte Hand», Greg Kelly, waren am 19. November in der japanischen Hauptstadt wegen Verdachts auf Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen worden.

Ghosn weist sämtliche Anschuldigungen zurück

Kelly kam kürzlich gegen Kaution aus der Untersuchungshaft. Ghosn dagegen bleibt vorerst weiter in Haft, nachdem die Staatsanwaltschaft weitere Vorwürfe gegen den Automanager erhoben hatte. Demnach soll er auch private Investitionsverluste auf seinen früheren Arbeitgeber, den er einst vor einem Bankrott gerettet hatte, übertragen haben.

Ghosn weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Nach seiner Festnahme war er zunächst in einer engen Einzelzelle untergebracht. Japanischen Medienberichten zufolge ist er mittlerweile zu besseren Haftbedingungen untergebracht. Am Mittwoch und Donnerstag soll er demnach mit seinen Anwälten sprechen können. ( /sda)

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