Aktualisiert 19.12.2006 16:16

Automobilisten bezahlen ihre Strassen selbst

Die Eisenbahnen und der private Motorfahrzeugverkehr decken ihre Kosten. Dies zeigen die Eisenbahn- und die Strassenrechnung 2004 des Bundesamtes für Statistik auf.

In der Eisenbahnrechnung 2004 wies die betriebswirtschaftliche Rechnung einen Bruttoertrag (inklusive Subventionen) von 8,62 Milliarden sowie einen Bruttoaufwand von 8,39 Mrd. Franken aus. 2003 waren es 8,03 Mrd. Ertrag und 7,78 Mrd. Franken Aufwand. Der Kostendeckungsgrad betrug 2004 102,7 Prozent, im Vorjahr 102,1 Prozent.

In der volkswirtschaftlichen Rechnung, die nach Kosten und Eigenwirtschaftlichkeit des Verkehrsträgers «Eisenbahnen» aus gesamtwirtschaftlicher Sicht fragt, sind Beiträge der öffentlichen Hand nicht enthalten.

Diese Rechnung weist einen Ertrag von 5,94 Mrd. Franken und einen Aufwand von 14,09 Mrd. aus. Das ergibt einen Eigenwirtschaftlichkeitsgrad von 42,2 Prozent. Die externen Kosten sind in der Eisenbahnrechnung nicht berücksichtigt.

Benützer decken Strassenkosten zu 115 Prozent

Die Strassenkosten des privaten Motorfahrzeugverkehrs werden von den Benützern zu 115 Prozent gedeckt. Im Vorjahr lag der Deckungsgrad bei 112 Prozent.

Die definitiven Ergebnisse der Strassenrechnung 2004 ergeben Bruttoausgaben von 7,2 Milliarden Franken. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Jahr 2003. Eingenommen wurden 7,9 Milliarden Franken, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Strassenrechnung ist hauptsächlich eine Infrastrukturrechnung. Sie enthält die Kosten, die Ausgaben und die Einnahmen der öffentlichen Hand für den privaten motorisierten Strassenverkehr. Auch sie berücksichtigt die externen Kosten nicht.

Nach neueren, vom Bundesamt für Raumentwicklung in Auftrag gegebenen Studien, verursacht der Strassenverkehr externe Kosten in der Höhe von ungefähr 6,4 Milliarden Franken pro Jahr. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.