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SRF-Krimi «Wilder»Autoren schreiben bereits an der zweiten Staffel

Gestern lief die letzte «Wilder»-Folge am TV und liess die Zuschauer mit feuchten Augen und vielen offenen Fragen zurück. Doch es gibt Hoffnung: Die zweite Staffel ist in Arbeit.

von
lme

Hätte «Wilder» so geklungen wie der hilflose Versuch von 20 Minuten, dann gäbe es wohl keine zweite Staffel des Krimis. (Video: 20 Minuten mit Material von SRF)

Kaum je hat eine Schweizer Krimi-Serie so sehr gepackt wie «Wilder». Die dichte Story, der packend aufgezogene Plot, die herausragenden Schauspieler und die frostigen Bilder sorgten dafür, dass regelmässig über eine halbe Million Zuschauer «Wilder» einschalteten. Stellenweise erreichte der SRF-Krimi einen Marktanteil von über 40 Prozent. Und auch online erzielte der Krimi mehr Klicks als viele andere SRF-Formate.

Gestern erreichte «Wilder» mit der sechsten und letzten Folge unter dem Titel «Abgrund» den vorerst letzten Höhepunkt – auf vielen Ebenen. Die zerbröckelnde Familie von Kommissarin Rosa Wilder rührte viele vor dem Schirm zu Tränen, die plötzliche Wendung im Mordfall Armon Todt überraschte, und wie viele, dunkle Geheimnisse die Bewohner von Oberwies seit Jahren mit sich herumtragen, liess wohl viele vor dem Bildschirm erschaudern.

«Autoren arbeiten an einer zweiten Staffel»

«Wilder» kam beim Publikum so gut an wie schon lange keine SRF-Eigenproduktion in den letzten Jahren. Das, und die Tatsache, dass der Krimi gestern noch einige brennende Fragen offen liess, spricht für eine zweite «Wilder»-Staffel. Und die ist bereits in Arbeit, wie SRF-Sprecherin Nadine Gliesche gegenüber 20 Minuten bestätigt: «Die Autoren arbeiten bereits an der Geschichte für eine mögliche zweite Staffel.»

Bevor Sie jetzt den Champagner klöpfen – Gliesche relativiert: «Es gibt allerdings noch produktionelle und finanzielle Fragen, die geklärt werden müssen. Die Entscheidung über eine zweite Staffel fällen wir also erst Anfang nächsten Jahres.»

Auch Netflix zeigt Interesse

«Wilder» hat internationale Kragenweite und das weckt Begehrlichkeiten. Zuletzt konnte man das bei der anderen SRF-Erfolgsserie «Der Bestatter» beobachten. Der Krimi um Mike Müller wurde in verschiedene Sprachen übersetzt, und auch Netflix hat «Der Bestatter» ins Portfolio aufgenommen.

Ganz so weit ist «Wilder» zwar noch nicht, doch es sieht laut Urs Fitze, SRF-Bereichsleiter Fiktion, nicht so schlecht für den Sprung auf die internationale Bühne aus. «Eine kleine Anzahl an Folgen ist immer etwas schwerer zu verkaufen als zum Beispiel eine Staffel mit zwölf Folgen. Beim ‹Bestatter› mussten wir auch warten, bis die zweite Staffel ausgestrahlt war. Wir stehen aber bereits in Verhandlung und hoffen natürlich auf einen positiven Ausgang», erklärt Fitze auf Anfrage von 20 Minuten.

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