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«Autos des Jahres» im 20-Minuten-Praxistest

58 Journalisten aus 22 Ländern sind überzeugt: Der neue Fiat Panda ist das «Auto des Jahres 2004».

Für einmal scheinen die Schreiber den Geschmack der Kunden getroffen zu haben: Seit der Markteinführung im Herbst wurde der neue Panda bereits mehr als 100 000-mal bestellt, über 1000-mal in der Schweiz.

Eine hervorragende Leistung für ein Auto, das solch ein schweres Erbe antreten musste. Denn der neue Panda muss einerseits den Charme und die Putzigkeit des Vorgängers übertreffen, andererseits bei kompakten Massen ein vollwertiges Auto sein. Und diesen Spagat schafft Fiat mit dem Panda tatsächlich bravourös.

Der neue Panda sieht dank seiner Höhe zwar aus wie ein Microvan, liegt damit aber voll im Trend. Und vor allem bietet er nun vier Passagieren üppig Platz, viel Übersichtlichkeit und (je nach Geschmack) ein hübsches, qualitativ überzeugendes Interieur. Einzig das Cockpit – eine triste, graue Plastikwüste – trübt den sonst so guten Eindruck.

Doch der Panda soll ja nicht nur nett aussehen, sondern auch seinen Zweck erfüllen. Und das tut er am besten im Stadtverkehr. Hier spielt der kleine Fiat seine Wendigkeit dank dem City-Modus der Servolenkung aus und glänzt zudem mit einem minimalen Wendekreis. Ausserhalb der Stadt – in freier Wildbahn – hat der Jungbär allerdings Mühe, gegen die grösseren Exemplare zu bestehen. Vor allem in schnell gefahrenen Kurven – wenn die 54 oder 60 PS auf Touren gekommen sind – neigt sich der hoch gebaute Wagen stark zur Seite. Doch das tut dem Fahrspass (ab 14 900 Franken) mit dem Panda keinen Abbruch.

(Textlab)

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