«Autos mit falschen Farben kaufen wir nur sehr ungern»
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«Autos mit falschen Farben kaufen wir nur sehr ungern»

Silber, Grau, Blau: Das sind die Top-Farben bei den Autos in der Schweiz. Pech für Besitzer bunter Fahrzeuge: sie bleiben auf ihren Smarties sitzen.

«Autos mit Farben, die sich nicht gut verkaufen lassen, nehmen wir nur noch sehr ungern», sagt Martina Futterlieb von Auto Züri West, dem grössten Occasionswagen-Anbieter in Zürich. Unverkäuflich seien zum Beispiel die Farben Weiss, Knallrot, Rosa oder Grün. Die bunten Wagen kann man auch nicht einfach umspritzen, da dies zu teuer sei. «In unserer 25-jährigen Geschichte haben wir nur bei einem Auto die Farbe geändert - das war ein erbsengrüner Porsche», so Futterlieb.

Wie der aktuelle Report von EurotaxGlass belegt, dominieren die Neutralfarbtöne Silber, Grau und Schwarz den Schweizer Markt. 46,9 Prozent aller im ersten Halbjahr neu zugelassenen Wagen waren silbrig oder grau, 25,3 Prozent waren schwarz. Die Beliebtheit von Blau, der einzigen Farbe mit einem Anteil von über zehn Prozent (13,8%), nahm stark ab: Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 büsste Blau fast 20 Prozent ein.

Der Farbentrend schlägt sich direkt im Wiederverkaufswert der Autos nieder: Laut Studie variieren die Marktpreise für identische Occasionsfahrzeuge allein wegen der Farbe um die 10 bis 15 Prozent. Einzig bei den getunten Autos sind kräftigere Farben nicht unbedingt wertmindernd.

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