Bülach : Autovermieter bleibt in Haft – Partnerin entlastet
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Bülach Autovermieter bleibt in Haft – Partnerin entlastet

Ein Autovermieter in Bülach sitzt seit Mai wegen Verdachts auf Betrug in U-Haft. Seine Partnerin wurde jetzt entlastet.

von
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130 Kunden soll der Deutsche R.S.* aus Bülach mit seiner Autovermietungsfirma übers Ohr gehauen haben. Ihm wird vorgeworfen, Kunden unter Vorspiegelung tiefer Mietgebühren Verträge für Lieferwagen angeboten zu haben. Nachher erhob er Gebühren für die Reinigung, für frei erfundene Schäden und für sonstige undurchsichtige Leistungen.

Als Medien, darunter auch 20 Minuten, darüber berichteten, geriet er ins Visier der Justiz. Seit Mai sitzt er deshalb in Untersuchungshaft. Gestern erhielten die 130 Geschädigten Post von der Staatsanwaltschaft, wie Staatsanwalt Andreas Wicky gegenüber 20 Minuten bestätigt.

Verträge liefen auf ihren Namen

Darin teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass das Verfahren gegen die Lebenspartnerin von R.S. eingestellt worden sei. Sie war in Verdacht geraten, da alle Verträge auf ihren Namen ausgestellt wurden. «Die Untersuchung hat nun aber klar ergeben, dass sie mit dem vom Hauptbeschuldigten betriebenen Autoverleih nichts zu tun hatte», sagt Wicky.

R.S. bleibe aber nach wie vor in Haft und die Untersuchung wegen gewerbsmässigen Betrugs und weiterer Delikte werde fortgesetzt, so der Staatsanwalt. Im grenznahen Ausland habe er zudem ein Bankkonto von R.S. ausfindig gemacht. Dorthin hat R.S. gegen Ende April 50'000 Franken überwiesen: Geld aus dem Autoverleihgeschäft.

Wicky: «Das Konto wurde inzwischen gesperrt, und R.S. hat in eine Rücküberweisung eingewilligt.» Das Geld soll dereinst dazu verwendet werden, die Forderungen der Geschädigten zu decken.

*Name der Redaktion bekannt

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