Aktualisiert 23.05.2020 10:01

Coronakrise

Autovermieter Hertz beantragt Gläubigerschutz

Der US-Autovermieter leidet unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den globalen Reiseverkehr. Der Konzern ist mit mehr als 18 Milliarden Dollar verschuldet.

Hat bereits Tausende Mitarbeiter entlassen: Eine Hertz-Filiale in den USA. (Archivbild)

Hat bereits Tausende Mitarbeiter entlassen: Eine Hertz-Filiale in den USA. (Archivbild)

Keystone/Ted Shaffrey

Der US-Autovermieter Hertz hat wegen der Coronavirus-Krise Gläubigerschutz beantragt. Das Insolvenzverfahren zur Umstrukturierung nach Kapitel 11 sei am Freitag eingeleitet worden, wie das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen gleichentags mitteilte.

Dessen internationale Geschäfte – darunter die in Europa, Australien und Neuseeland – würden nicht in das US-Verfahren einbezogen, hiess es weiter. Die Einnahmen von Hertz waren wegen der Coronavirus-Krise eingebrochen. Ein Grossteil des Umsatzes stammt normalerweise aus Autovermietungen an Flughäfen, die aber unter dem Zusammenbruch des Flugverkehrs als Folge der Coronavirus-Pandemie leiden.

Hertz war es nicht gelungen, ein Stillhalteabkommen mit seinen wichtigsten Kreditgebern zu erreichen. Das in Florida ansässige Unternehmen mit den Marken Hertz, Dollar und Thrifty hatte im April fällige Zahlungen für ein grösseres Autoleasing ausgelassen. Der Konzern, deren grösster Aktionär der milliardenschwere Investor Carl Icahn ist, leidet generell unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den globalen Reiseverkehr. Das mit mehr als 18 Milliarden Dollar verschuldete Unternehmen hatte deshalb bereits tausende Mitarbeiter entlassen.

(SDA)
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49 Kommentare

Klaus 59

23.05.2020, 02:59

So wie dehnen wird es vielen ergehen. Macht endlich Schluss mit dem weltweiten Lockdown. Alles zurück auf normal. Die Zahlen sprechen für sich. Es ist sicher nicht schön wenn Menschen an/mit dem Virus sterben, aber das Leben muss weitergehen.

Konkursexperte26

23.05.2020, 05:34

Insolvenz, nicht Gläubigerschutz. Die Headline macht sonst keinen Sinn, Gläubigerschutz ist etwas anderes. Peinlich!

Mike at Humanist

23.05.2020, 06:53

Und mit mit all den maroden Firmen gehen Hunderttausende Arbeitsplätze verloren und werden dafür sorgen, dass die Menschen ihre Familien nicht mehr ernähren und ihre Schulden nicht mehr zahlen können. Insbesondere in Ländern, die über kein derart gutes Sozialsystem wie die Schweiz verfügt. Es sind bislang ca 330'000 Menschen gestorben. Das ist schlimm. So viele sterben aber auch jedes Jahr an einer Grippe. Und da macht keiner einen Aufstand.