Verdacht melden: Autovermieter sind wegen Terror wachsam
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Verdacht meldenAutovermieter sind wegen Terror wachsam

In New York, aber auch in London haben Attentäter ein Mietauto als Waffe benutzt. Auch in der Schweiz ist man sich der Gefahr bewusst.

von
roy
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Stilles Schweigen: Passanten haben entlang der Strecke des Velowegs Blumen niedergelegt, auf dem der Attentäter mit einem Mietauto acht Menschen getötet hatte. (31. Oktober 2017, Ortszeit)

Stilles Schweigen: Passanten haben entlang der Strecke des Velowegs Blumen niedergelegt, auf dem der Attentäter mit einem Mietauto acht Menschen getötet hatte. (31. Oktober 2017, Ortszeit)

Keystone/Spencer Platt/Getty
Der mutmassliche Attentäter Sayfullo Saipov ist erstmals vor Gericht erschienen. Er soll gesagt haben, dass er auf seine Tat stolz ist. (1. November 2017, Ortszeit)

Der mutmassliche Attentäter Sayfullo Saipov ist erstmals vor Gericht erschienen. Er soll gesagt haben, dass er auf seine Tat stolz ist. (1. November 2017, Ortszeit)

Keystone/Elizabeth Williams/AP
Polizeibeamte und Journalisten stehen vor dem Haus in Paterson, New Jersey, in dem der mutmassliche Attentäter Sayfullo Saipov gewohnt haben soll. (1. November 2017)

Polizeibeamte und Journalisten stehen vor dem Haus in Paterson, New Jersey, in dem der mutmassliche Attentäter Sayfullo Saipov gewohnt haben soll. (1. November 2017)

Keystone/Andrew Gombert/EPA

Mit einem gemieteten Pickup-Truck tötete ein Terrorist am Dienstag in New York acht Menschen. Schweizer Autovermieter haben diese Gefahr auf dem Radar, schreibt die «SonntagsZeitung».

Bei Hertz ist eine ganze Security-Abteilung damit beschäftigt, Mieter zu überprüfen. Das Unternehmen hat auch seine Mitarbeiter geschult. Sie sollen sensibilisiert sein und bei einem Verdacht die Behörden einschalten. «Wir schauen sehr genau, wer bei uns ein Fahrzeug mieten möchte», sagt Verkaufs- und Marketingdirektor Roberto Delvecchio in der «SonntagsZeitung». «Und wir haben auch schon Vermietungen abgelehnt.»

Bundesplatz ein Risiko

Auch der Vermieter Sixt ist bei der Herausgabe von Fahrzeugen «sehr sorgfältig», wie das Unternehmen mitteilt. So werden «umfassende Massnahmen» ergriffen, die Mitarbeiter trainiert und geschult.

Nach etlichen Terror-Anschlägen mit Fahrzeugen rückt neben den Vermietern auch die Infrastruktur in den Fokus. «Wir klären derzeit ab, welche Orte besonders exponiert sind», sagt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Dies treffe zum Beispiel auf den Bundesplatz zu. Mittelfristig prüfe man den Einsatz von mechanischen Pollern, welche die Zufahrt blockieren sollen. Auch in Zürich und Basel wird derzeit geprüft, wo solche Anlagen zur Terror-Abwehr zum Einsatz kommen können.

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