Aktualisiert 28.07.2004 14:52

Aventis zum Abschied noch einmal mit Milliardengewinn

Aventis hat sich den letztlich vergeblichen Abwehrkampf gegen Sanofi 109 Millionen Euro kosten lassen. Ohne diese Belastungen wäre der Gewinn je Aktie im ersten Halbjahr um 18,9 Prozent statt um lediglich 8,7 Prozent geklettert.

Dies erklärte der deutsch-französische Pharmakonzern am Mittwoch in seiner vermutlich letzten Bilanz.

Am Freitag läuft die Zeichnungsfrist für das 52-Milliarden-Übernahmeangebot von Sanofi-Synthélabo ab. Es gilt als sicher, dass die Franzosen wie gewünscht 50 Prozent der Anteile plus eine Aktie erworben haben. Sanofi hatte sein feindliches Übernahmeangebot im April erhöht und eine gütliche Einigung mit Aventis erzielt. Der Zusammenschluss schafft den weltweit drittgrössten Pharmakonzern (Sanofi-Aventis) hinter dem US-Branchenführer Pfizer und der britischen Gruppe GlaxoSmithKline.

Aventis steigerte seinen Gewinn nach Steuern im ersten Halbjahr 2004 noch einmal um 7,2 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, der konsolidierte Umsatz stagnierte bei 8,17 Milliarden Euro (plus 0,3 Prozent). Im zweiten Quartal gaben die Verkäufe des Blockbuster-Medikaments Allegra um 7,8 Prozent auf 435 Millionen Euro nach, dagegen legten die Umsätze mit dem Thrombosemittel Lovenox um 22,7 Prozent auf 475 Millionen Euro zu. (dapd)

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