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AutokriseAvtovaz will 5000 Stellen streichen

Wegen der Wirtschaftskrise will Russlands grösster Autokonzern Avtovaz rund fünf Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Insgesamt werden rund 5000 Stellen abgebaut.

Avtovaz stand in der Vergangenheit unter enormen Druck der Regierung, keine Stellenstreichungen vorzunehmen. Das Unternehmen, an dem der französische Renault-Konzern zu einem Viertel beteiligt ist, hat bereits die Arbeitswoche verkürzt und die Produktion im August komplett gestoppt.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Entlassungen am 14. Dezember beginnen würden.

Neue Holdinggesellschaft

Russland strebt eine Neuordnung seiner Autoindustrie an, weil die russischen Hersteller bisher im Wettbewerb mit ausländischen Konkurrenten hinterherhinken. So soll eine Automobil-Holding unter Führung des Industrie-Konglomerats Russian Technologies geschaffen werden, in der die Regierung ihre Anteile an Avtovaz und dem russischen Lkw-Produzenten KamAZ zusammenfasst.

Einige Experten gehen davon aus, dass auch der Anteil, den die Sberbank an dem deutschen Autohersteller Opel kauft, von diesem Konglomerat verwaltet werden könnte. (sda)

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