Grammy Awards 2012: Awards für Adele - Gebete für Whitney
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Grammy Awards 2012Awards für Adele - Gebete für Whitney

Diese Nacht wurden zum 54. Mal die begehrtesten Musik-Trophäen vergeben. Der Abend stand ganz im Gedenken an die verstorbene Pop-Diva Whitney Houston.

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mbu/kub/sim

Als Gastgeber der diesjährigen Verleihungen amtete der US-Rapper und Schauspieler LL Cool J. Den Abend eröffnete er mit einer kurzen Rede in Gedenken an die eben erst verstorbene Whitney Houston: «Es führt kein Weg daran vorbei. Wir haben jemanden aus unserer Familie verloren.»

Anschliessend sprach der Rapper ein Gebet für «unsere gefallene Schwester, Whitney Houston», während Stars wie Lady Gaga und Miranda Lambert dazu schweigend ihr Haupt neigten. Danach stellte LL Cool J einen Videoclip vor, in dem eine strahlende Houston eines ihrer bekanntesten Lieder singt: «I Will Always Love You». «Whitney, wir werden dich immer lieben», sagte LL Cool J.

Auch Sänger Bruno Mars, der mit seinem Titel «Runaway Baby» auftrat, erinnerte an die Verstorbene: «Heute Abend feiern wir die schöne Miss Whitney Houston.» Im Lauf des Abends sollte die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson zu Ehren Houstons singen.

Es war der Abend von Adele

Die Britin Adele hat in der Grammy-Nacht in Los Angeles alle drei Hauptpreise gewonnen. Ihre Platte «21» wurde «Aufnahme des Jahres» und «Platte des Jahres», der Song «Rolling In The Deep» das «beste Lied des Jahres» 2011.

Damit hat die 23-Jährige in allen sechs Kategorien, in denen sie nominiert war, auch die Preise gewonnen. Die britische Sängerin gewann zuvor schon den wichtigsten Musikpreis der Welt in der Kategorie «Beste Sololeistung» für ihren Song «Someone Like You».

Zudem hatte sie ein kleines goldenes Grammophon in der Sparte «Bestes Popalbum» für ihre Platte «21» bekommen. Und auch das beste Kurzvideo war nach Meinung der Jury «Rolling In The Deep» von der Britin.

Foo Fighters schlagen zu

Bis zur Hälfte der Show erwiesen sich The Foo Fighters als grosse Gewinner mit fünf Grammys. Die Foo Fighters haben am Sonntagabend in Los Angeles fünf der begehrtesten Musikpreise der Welt gewonnen. Dabei waren so wichtige Kategorien wie «Bestes Rockalbum» für «Wasting Light» und «Bester Rocksong», der nach Meinung der Jury der Titel «Walk» war.

Ausserdem bekam die Band aus Seattle um den ehemaligen Nirvana- Schlagzeuger Dave Grohl noch die kleinen goldenen Grammophone für die «Beste Rockdarbietung» und die «Beste Hardrockdarbietung». Und das Video zu «Back And Forth» wurde als bestes langes Musikvideo geehrt.

Die Foo Fighters bedanken sich.

Bester Newcomer

Das Indie-Folkprojekt Bon Iver ist am Sonntag in Los Angeles mit dem Grammy als bester Newcomer ausgezeichnet worden. Die US-Band von Singer/Songwriter Justin Vernon setzte sich damit gegen Chartstürmer wie Nicki Minaj, die Countrymusiker The Band Perry, den Rapper J. Cole und DJ Skrillex durch. Für ihr selbst betiteltes Album erhielten Bon Iver auch den Grammy für das beste Alternative-Music-Album.

Die Oscars der Musikbranche

Die Grammy Awards sind die wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikindustrie. Seit 1959 werden sie von der National Academy of Recording Arts and Science in Los Angeles verliehen. Die Trophäe ist eine goldene Grammophonskulptur. Nach einer Reform der Veranstaltung werden die Grammys in diesem Jahr in insgesamt 78 Kategorien an Sänger, Musiker, Komponisten und Produzenten vergeben. Im Vorjahr waren es noch 109 Kategorien.

Jennifer Hudson singt zu Ehren von Whitney Houston (YouTube)

Die Siegerin: Adele war sichtlich gerührt in ihrer Dankesrede an den Grammy Awards 2012.

Das sind die Gewinner:

Record Of The Year: «Rolling In The Deep», Adele

Album Of The Year: «21», Adele

Song Of The Year: «Rolling In The Deep», Adele

Best New Artist: Bon Iver

Best Pop Solo Performance: «Someone like you», Adele

Best Pop Vocal Album: «21», Adele

Best Rap Album: «My Beautiful Dark Twisted Fantasy», Kanye West

Best R&B Album: «F.A.M.E.», Chris Brown

Best Country Album: «My Kinda Party», Jason Aldean

Best Rap Performance: «Otis», Kanye West und Jay-Z

Best Rock Performance: «Walk», Foo Fighters

Best R&B Performance: «Is This Love», Corinne Bailey Rae

Best Country Solo Performance: «Mean», Taylor Swift

Best Rock Song: «Walk», Foo Fighters

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