Axpo will neues AKW

Aktualisiert

Axpo will neues AKW

Um die Stromversorgung in der Schweiz ab 2020 sicherzustellen, setzt die Axpo auf einen Strommix aus Wasserkraft, Kernkraft, neuen erneuerbaren Energien und fossilen Energien. Vor allem soll ein neues Schweizer Kernkraftwerk realisiert werden.

Bis 2030 plant die Axpo-Gruppe Investitionen von rund fünf Milliarden Franken. Dies geht aus der am Dienstag in Zürich präsentierten Studie «Stromperspektiven 2020» hervor.

Der grösste Schweizer Stromversorger will unter anderem Gaskombikraftwerke in der Schweiz bauen und Strom von ausländischen Gas-, Kohle- und Kernkraftwerken beziehen. Gemäss Communiqué plant der Stromkonzern Axpo mit Partnern auch ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz.

In den nächsten zehn Jahren will Axpo ihre Wasserkraftwerke für rund zwei Milliarden Franken ausbauen und erneuern. Zudem soll eine Milliarde in Ausbau und Optimierung der Stromnetze in der Schweiz investiert werden. Im Weiteren würden bis 2010 rund 100 Millionen für neue erneuerbare Energien eingesetzt.

Massive Unterversorgung an Strom

Gemäss der Studie droht der Schweiz in absehbarer Zeit eine massive Unterversorgung an Strom. Denn ab dem Jahr 2020 laufen die Importverträge mit der Electricité de France im Produktionsumfang von zwei Kernkraftwerken kontinuierlich aus.

Zudem ist dann das Ende der Betriebsdauer der ersten Schweizer Kernkraftwerke absehbar. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch in der Schweiz weiter an - allein im Jahr 2004 um 1,9 Prozent. (sda)

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