Aktualisiert

Ayatollah: Frauen müssen draussen bleiben

Frauen im Iran bleiben nun doch als Zuschauerinnen von Fussballspielen ausgeschlossen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad musste sich den wahren Herrschern in Teheran beugen.

Ahmadinedschad rückte am Montag von einer im April getroffenen Entscheidung ab, wonach erstmals seit der islamischen Revolution vor 27 Jahren Frauen der Besuch von Fussballspielen erlaubt werden sollte. Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, hatte nach Angaben eines Regierungssprechers Einspruch gegen die Öffnung der Stadien für Frauen eingelegt. Ahmadinedschad hatte mit seinem Beschluss im April Empörung bei den konservativen Klerikern ausgelöst, obwohl die Frauen getrennt von männlichen Fans in den Stadien hätten untergebracht werden sollen. Ahmadinedschad hatte argumentiert, die Anwesenheit von Familien und Frauen werde die Manieren verbessern und zu einer gesunden Atmosphäre in den Stadien führen. (dapd)

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