Aktualisiert 27.09.2004 18:48

Ayurveda ist mehr als nur Massage

Die alten indischen Weisen haben es vorgemacht, immer mehr Schweizer tun es ihnen gleich: leben, kochen und essen nach den Prinzipien des Ayurveda.

«Viele Beschwerden können durch passende Ernährung verhindert werden», ist Sonja Gubler, ayurvedische Ernährungsberaterin, überzeugt. So wie sie denken auch immer mehr Schweizerinnen und Schweizer. Ayurveda, die ernährungsorientierte, alte indische Wissenschaft und Philosophie, die zum Einklang von Körper, Seele und Geist führen soll, findet immer mehr Anhänger.

Eine Grundidee des Ayurveda ist, dass auch der Mensch wie die Natur aus fünf Elementen besteht: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum. Diese Elemente wirken in Form von drei Lebensenergien – den Doshas. Je nach Verhältnis dieser Doshas sind für eine Person andere Lebensmittel, Gewürze oder Zubereitungsarten von Vorteil.

«Die richtige Ernährung ist für jeden Menschen individuell», erklärt Gubler. Durch Puls- und Zungendiagnose, Untersuchung des Knochenbaus und die Befragung über Körpersymptome findet eine Fachperson heraus, zu welchem Typ jemand gehört.

Die Gerichte bestehen meist aus Reis, Linsen oder Bohnen, Gemüse-Currys und Fladenbrot. Bei einer typengerechten Ernährung nach Ayurveda soll sich das persönliche Wohlfühlgewicht von alleine einpendeln. Das Einkaufen und Kochen ist machbar: «Alles eine Frage der Organisation», weiss Gubler.

Simone Rechsteiner

Mehr über die Grundlagen der ayurvedischen Ernährung, Lebensmittel und Zubereitungsarten erfahren Interessierte im Ayurveda-Kochbuch-Klassiker «Die Ayurveda Küche» von Amadea Morningstar und Urmila Desai (Heyne-Verlag). Das Buch enthält auch einen Dosha-Test. Preis: 18 Franken.

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