42-Stunden-Woche: AZ Medien wollen Kosten senken
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42-Stunden-WocheAZ Medien wollen Kosten senken

Der Verlag AZ Medien legt drei Zeitschriften zusammen und erhöht die Arbeitszeit für die Mitarbeitenden. Laut einem Bericht kam es auch zu Entlassungen.

von
kwo

Das Unternehmen AZ Medien («Aargauer Zeitung») legt drei Fachzeitschriften zusammen und erhöht die Wochenarbeitszeit um zwei auf 42 Stunden. Für das kommende Jahr gilt beim Lohn eine Nullrunde.

Die drei technischen Fachmagazine «Megalink», «Technica» und «Chemie» werden fusioniert. Das sagte Unternehmenssprecherin Monica Stephani am Mittwoch auf Anfrage zu einer Meldung des Branchendienstes «Klein Report». Dort heisst es ausserdem, dass 20 Mitarbeiter am Dienstag entlassen worden seien. So würden beim Fachverlag der AZ-Medien acht Stellen gestrichen sowie innerhalb der Abteilungen IT und Kundenkontakt deren zwölf. Sprecherin Stephani dementierte dies auf Anfrage.

Erhöhung der Wochenarbeitszeit

Die Erhöhung der Wochenarbeitszeit im Medienunternehmen gelte für Mitarbeitende, die unter anderem nicht einem Gesamtarbeitsvertrag unterstünden, per 1. Juni 2016. Stephani sprach von einer «Harmonisierung» der Wochenarbeitszeit innerhalb der AZ Medien.

Die AZ Medien des Verlegers Peter Wanner erlitten 2014 unter dem Strich einen Verlust von 6 Millionen Franken. Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 247,7 Millionen Franken.

Projekt «Watson» verlängert

Als Gründe für das «unbefriedigende Konzernergebnis» nannte das Unternehmen in einer Mitteilung im April hohe Abschreibungen auf getätigte Investitionen und Akquisitionen sowie Anlaufverluste bei Start-ups.

Im vergangenen Jahr hatte der Verwaltungsrat Investitionen von über 40 Millionen Franken bewilligt. Mit TV24 und dem Onlineportal «Watson» lancierte das Unternehmen letztes Jahr zwei neue Medienprodukte. «Watson» soll laut Branchenkennern unlängst zusätzliche Mittel in der Höhe von 10 Millionen Franken zugesichert bekommen haben. (kwo/sda)

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